Das Südkurvenbladdl zum Pokalspiel gegen „Hoppenheim“

Man muss keinen Hehl draus machen, fast jeder wünscht sich vor der Auslosung im DFB-Pokal ein Heimspiel in der nächsten Runde, wenn der Gegner nicht gerade Dortmund oder Schalke heißt, findet es dann aber am Vorabend des Spieltags keiner so richtig prickelnd. 

Das dürfte gerade bei einem Gegner wie Hoppenheim ziemlich genau die Gefühlslage vieler Fans getroffen haben und so wurden einem auf dem Weg von der U-Bahn zum Südkurvenplatz viele Kartenangebote unterbreitet. Dass sich am Ende trotzdem 71.000 Zuschauer nach Fröttmaning verlaufen, kann man sich nur schwerlich erklären. Ein treues Stammpublikum gab es ja auch schon zu Olympiastadionzeiten, da wären an diesem Abend aber vermutlich trotzdem allerhöchstens 20.000 Fans aufgeschlagen. So ein Spiel zeigt also auch welche Entwicklung der Profifußball in den letzten 15 Jahren gemacht hat und was für eine enorme Anziehungskraft er im Allgemeinen und unser FC Bayern im Besonderen haben. Und nur durch das Fröttmaninger Stadion kann man es nach 15 Jahren ja eigentlich auch nicht mehr erklären. Und ansonsten käme ja nur noch der Klimawandel in Frage, der uns an diesem Mittwoch angenehme Temperaturen bescherte. Der wird’s aber auch nicht im Alleingang gewesen sein.

Am Ende dürfte sich der Weg in die Fröttmaninger Heide aber auch für alle Bayernfans gelohnt haben. Nachdem Jerome Boatengs Eigentor auf der anderen Seite durch ein ebensolches egalisiert worden war, lief unsere Mannschaft warm. Thomas Müller markierte das 2:1 und nachdem zwischendrin auch wieder gute Chancen ausgelassen worden waren, zeigte Robert Lewandowski mit seinem Kopfballtor den Weg zu einem ungefährdeten Pokalsieg auf. Der Verwaltungsfußball, der in der zweiten Hälfte an den Tag gelegt wurde, ließ dann aber trotz zwischenzeitlichem 4:1 Führungstreffer am Ende nochmal ganz schön Spannung aufkommen. Sollte so eigentlich nicht passieren, war aber vielleicht mal wieder eine Warnung zur richtigen Zeit und der Reminder, dass es in dieser Saison keine Selbstläufer zu geben scheint. 

Zur torreichen Partie passte die Stimmung in der Südkurve. Wir haben es auch in früheren Berichten schon regelmäßig erwähnt, meistens ist der Tifo bei solchen eher unbeliebten Pokalspielen unter der Woche ziemlich gut. Keine Ahnung, ob da einfach vor allem die kommen, die auch wirklich singen wollen oder ob es einem zumindest so vorkommt, weil in der Kurve doch etwas mehr Platz ist als bei attraktiveren Spielen. 
Spruchbänder gab es heute dreierlei. Zum einen schickte die aMr solidarische Grüße vor die Stadiontore: „Stark bleiben, Brunni!“, zum anderen gab es nochmal aufmunternde Worte von RFM nach Bochum und eine ebenfalls von Red Fanatic angefertigte Tapete gegen die Spende unseres FC Bayern an den politischen Rechtsausleger und Feind der Fankurven Rainer Wendt und seine Deutsche Polizeigewerkschaft. 

Mit dem alljährlichen Traum vom Pokalfinale verabschiedeten wir die Mannschaft nach getaner Arbeit zügig in die Kabine und zogen dann selbst von dannen. Ein paar Tage später stand ja schon das Topspiel gegen Red Bull an. Da will man ja gut ausgeruht dastehen.

Veröffentlicht von gastautorfcbtotal

Gastautoren von FC Bayern Total

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