Das nächste Bayern-Ziel: Champions League-Finale in Lissabon

Nach dem Double hat Hansi Flick tatsächlich dieses Ziel ausgesprochen – und damit die Jagd nach dem zweiten Triple der Vereinsgeschichte und dem sechsten Königsklassen-Triumph für eröffnet erklärt.

Wie sieht der Zeitplan bis dahin aus?

Nachdem die Spieler am gestrigen Montag noch einen Marketingtermin in der Allianz Arena gehabt hatten, wurden sie von ihrem Coach in einen 13-tägigen Urlaub geschickt. Flick: „Sie haben jetzt Zeit, auch mal wieder durchzuatmen, sich zu erholen, auch mental“. Die erste Woche ist „komplett frei“, für die zweite Urlaubswoche haben der Chef-Coach und Fitnesstrainer Holger Broich den FCB-Profis „einen Plan mitgegeben“. Damit im Anschluss an die Verschnaufpause die gesamte Mannschaft für das folgende Cybertraining auf demselben Stand ist.

Wie schon vor dem Re-Start der Bundesliga am 16. Mai schreiben die Hygiene-Vorschriften im nationalen wie internationalen Fußball vor dem abermaligen Re-Start ins Mannschaftstraining ein einwöchiges Cybertraining unter den vorgegebenen Quarantäneregeln vor.

Somit sollte folgender Zeitplan feststehen:

Komplette Erholung bis inklusive 12. Juli.

13. Juli: Individueller Trainingsstart nach den Vorgaben von Broich und Flick.

20. Juli: Start des gemeinsamen Cybertrainings.

27. Juli: Re-Start des Mannschaftstraining an der Säbener Straße.

Knapp zwei Wochen später, am 7. oder 8. August: Champions League „Rückspiel“ gegen Chelsea in der heimischen Arena oder bereits in Lissabon – natürlich ohne Zuschauer.

Bis dahin kann noch viel gerätselt und spekuliert werden, welche Teams nun für das Champions League Finalturnier einen Vorteil genießen:

Die „erholten Teams“ aus München, Leipzig und Paris – oder die englischen, spanischen und italienischen Mannschaften, die bis dahin quasi durchspielen. Eine Pause plus Re-Start nach den Hygiene-Vorschriften sollte für Madrid, Barca, ManCity, Juve & Co. nicht mehr möglich sein. Dabei gibt es noch einmal für jede einzelne Liga unterschiedliche Voraussetzungen und selbst für die Teams innerhalb einer Liga: Leipzig hat z.B. eine zwei Wochen längere Pause als die Bayern (kein Pokalfinale und bereits für das Viertelfinale qualifiziert) – Vor- oder Nachteil? Bessere Erholung vs. mangelnde Spielpraxis. Für PSG gilt letzteres in einem noch extremeren Maße.

Was einige FCB-Fans beschäftigt bzw. sogar beunruhigt: Geben die Bayern nun nicht sogar zu viel Freizeit / Urlaub? Reichen 12 Tage Mannschaftstraining für eine optimale Vorbereitung auf Chelsea?

Hinterher ist man immer schlauer.

Spielerkader

Erfreulich ist auf alle Fälle, dass die Leihspieler Coutinho, Odriozola und Perisic alle mindestens bis zum Finalturnier in Lissabon Bayernspieler bleiben. Stand heute kann man sich eigentlich nur beim Kroaten Ivan Perisic vorstellen, dass er auch in der nächsten Saison für Bayern kickt. Auch Süle dürfte wieder einsatzbereit sein – laut Flick geht der Hüne in der FCB-Innenverteidigung nicht wie seine Kollegen in Kurzurlaub, sondern arbeitet weiterhin an seinem Comeback.

Noch nicht zur Verfügung stehen werden die Neuzugänge (Sané & Co) – das hat die UEFA so beschlossen und gilt für alle Vereine.

Und dann wird es noch so richtig spannend: Es gibt ja einige – sehr arrivierte – Spieler, die angeblich den Verein entweder verlassen wollen (Thiago, Alaba) oder auch verlassen sollen (Martinez). Stehen diese im August noch zur Verfügung? Wie schaut es mit deren Motivation aus, sollten sie anschließend gehen (wollen)? Nachdem aber ganz offensichtlich die Stimmung und der Zusammenhalt in der Truppe überragend sind, muss man sich in dieser Hinsicht wohl keine Sorgen machen.

Aussicht

Zunächst einmal findet am Freitag um 12:00 in Nyon die Auslosung für sämtliche CL-Runden statt. Und dann kann man anschließend sehen, wie optimistisch die Bayern in diese Finalrunde gehen können. Die Qualität der möglichen Gegner dürfte doch einigermaßen unterschiedlich einzuschätzen sein. Und dass das aktuelle Bayern-Team zu den absoluten Topfavoriten auf den Henkelpott gehört, sollte zumindest für die Bayernfans mehr als klar sein. 😉


 Titelbild: Die Wembleyhelden 2013 – wenn auch 2020 in Lissabon ohne Zuschauer, wäre eine Wiederholung sehr schön.


Update 07. Juli; 17:30 – folgender Beitrag ist vor kurzem auf der Homepage des FCB erschienen. Er beinhaltet auch einen exakteren Trainingsplan in Hinblick CL-Finalrunde: https://fcbayern.com/de/news/2020/07/so-geht-es-beim-fc-bayern-jetzt-weiter


Update 09. Juli; 14:30 – HP FC Bayern zum Prozedere der CL-Auslosung:

https://fcbayern.com/de/news/2020/07/so-laeuft-die-auslosung-zum-re-start-der-champions-league

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

17 Kommentare zu „Das nächste Bayern-Ziel: Champions League-Finale in Lissabon

  1. Ich würde mich extrem über das Triple freuen: Super Mannschaft(sgeist) – toller Trainer – genau wie 2013!

    Für die „Begleitumstände“ können die Kicker nichts. Schade, dass das einige Fangruppierungen (nicht zuletzt MRP mit ihrem mittlerweile fast schon infantilen Gehample, zuletzt am Sonntag anlässlich der Doublefeier im Rathaus) gar nicht kapieren können / wollen …

    Gefällt 1 Person

  2. Lieber Derbysieger,

    ich habe von niemanden in den letzten vier Monaten einen Vorwurf an die Spieler gehört!
    Sämtliche Vorwürfe richteten sich gegen die „Offiziellen“ in Vereinen und Verbänden, die die von Dir so bezeichneten „Begleitumstände“ billigend in Kauf genommen haben, um trotzdem (entgegen allen Beteuerungen von „Demut“ und dem Ausschließen einer „Sonderrolle“ für den Fußball) ihr Business durchzudrücken.

    Auch wenn ich mich hier vielleicht in einer Minderheit befinde, ist die Resonanz in meinem nicht ganz so kleinen Fußballumfeld so, dass diese Saison für 90% der Leute (die im übrigen seit Jahr(zehnt)en für unseren Verein unterwegs sind) belanglos geworden ist. Dass unsere Mannschaft derzeit rein sportlich ja in der Tat viel Freude bereitet, bleibt davon unberührt, bzw. macht das Ganze eigentlich noch trauriger.

    Von Fans, die sich über die 90 Minuten des Spiels hinaus mit ihrem Verein beschäftigen, sich engagieren und im Fußball mehr sehen, als nur einen Sport für 22 Männer, erwarte ich eine kritische Auseinandersetzung mit diversen Themen. Für jemanden, der sich sonst auch nur die Spiele am TV anschaut, mag es keinen Unterschied machen. Aber dazu gehört hier ja wohl niemand. Wie sehr gerade der Profifußball natürlich auch durch die Verbindung mit (möglichst vielen) Zuschauern lebt, zeigen ja z.B. auch solche scheinheiligen Aktionen, wie uniforme 08/15 Banner von Fanclubs aufzuhängen, die gar nicht dabei sein dürfen. Nur lässt es sich so halt nicht glaubwürdig vermitteln.
    Wir werden sehen, wie dann die Statements („Sie sind das Herz des Clubs“) und vor allem Aktionen aussehen, falls dann mal wieder Zuschauer zugelassen werden und auf welche Maßnahmen wir uns dann freuen dürfen.
    Zeit für „Konzepte“ sollte ja jetzt gewesen sein. Und ein allerletztes Mal: Nicht Corona hat uns die Geisterspiele gebracht, sondern in unserem Fall die DFL. Daran sollten alle denken und sich messen lassen. Denn Corona hat im Interesse aller nur dazugeführt, Abstand zu halten, Rücksicht zu nehmen etc.
    Dass die Bundesliga dennoch meinte, eine Extrawurst zu beanspruchen und trotzdem zu spielen, dabei billigend in Kauf nehmend, Zuschauer draußen zu lassen, ist und bleibt traurig.
    Auf Verständnis oder gar Solidarität dieser Zuschauer zu hoffen/vertrauen, finde ich jedenfalls unangemessen.

    Liken

    1. Das habe ich auch nicht behauptet. Wäre ja noch schöner, wenn irgendjemand den Spielern einen Vorwurf gemacht hätte, dass sie in den letzten Wochen und Monaten in Anbetracht der Umstände einen Klasse Job gemacht haben.

      Dies haben die Funktionäre von DFB, DFL, und den (meisten) Vereinen ermöglicht. Ein Erfolgskonzept, welches europaweit (weltweit) sehr oft kopiert worden ist. Und in D hat ja auch nicht nur die BL, sondern auch die 2. BL und die 3. Liga gespielt, ebenso wie die Frauen-BL.

      Das dies so gut funktioniert hat, hat sehr viele – nicht zuletzt die Spieler – extrem gefreut. Die Spieler sind (so ganz nebenbei) auch Sportler und nicht nur „geldgierige Millionäre“ (diesen Vorwurf gab es durchaus in diesem Kontext). Und neben den Spielern hat dies auch eine ganz große Mehrheit der Fußballfans gefreut – und zwar der Fußballfans, die ins Stadion gehen, aber auch die vor dem TV sitzen….

      Nur ein verhältnismäßig kleiner (aber dafür umso lauterer) Haufen hat seinen Unmut kundgetan und damit der Fanszene gewiss keinen Gefallen getan.

      Wenn du von 90% in deinem Fußballumfeld sprichst, für die die „Saison belanglos“ geworden ist, dann spreche ich von 100% aus meinem Fußballumfeld, die sich mit dem Szenario anfreunden konnten, wollten, mussten … die einen früher, die anderen später.

      Kannst du das bitte erklären: „Nicht Corona hat uns die Geisterspiele gebracht, sondern in unserem Fall die DFL. Daran sollten alle denken und sich messen lassen. Denn Corona hat im Interesse aller nur dazugeführt, Abstand zu halten, Rücksicht zu nehmen etc.“ ?

      Du meinst wahrscheinlich, dass so lange nicht gespielt werden sollte, bis die Stadien wieder voll sind … oder?

      Schönen Abend allseits, ich schau jetzt ein bisschen internationalen Fußball 😉

      Gefällt 1 Person

  3. Dann muss ich Deinen Beitrag wohl falsch verstanden haben…..
    „Für die „Begleitumstände“ können die Kicker nichts. Schade, dass das einige Fangruppierungen (……) gar nicht kapieren können / wollen …“
    Dachte eigentlich, die Aussage war eindeutig.

    Darüberhinaus bin ich Diskussionen müde. Wenn Du meinst, Du und Deine Freunde freuen sich über das Konzept und über Spiele unter Ausschluß der Öffentlichkeit („Hauptsache, es wird gespielt….“), dann haben wir grundlegend andere Ansichten darüber, warum und für wen Profifussball gespielt wird, warum es Fussballvereine gibt und meinetwegen auch, welche „gesellschaftliche Rolle“ diese nach eigenen Bekunden spielen.
    Insofern können wir uns wie gesagt weitere Diskussionen sparen.

    Liken

    1. „…grundlegend andere Ansichten darüber, warum und für wen Profifussball gespielt wird, warum es Fussballvereine gibt und meinetwegen auch, welche „gesellschaftliche Rolle“ diese nach eigenen Bekunden spielen.“

      Dazu muss ich dann aber schon auch meine Meinung kundtun: Die absoluten Protagonisten des Fußballs, egal ob Profis oder Amateure, sind die FußballSPIELER. Egal welcher Fangruppierung man angehört, daran sollte zumindest kein Zweifel bestehen.

      Wie entwickeln sich populäre (Mannschafts-)Sportarten, Bsp. Fußball?
      Zunächst einmal kicken 2 Mannschaften gegeneinander, ob auf der grünen Wiese oder auf einem offiziellen Fußballplatz ist zunächst einmal unwichtig. Das Spiel, die Spieler stehen im Mittelpunkt.
      Je besser die Spieler das tun, umso mehr Interesse (Fans; Zuschauer) erzeugt dies. Als die Kicker des FCB 1900 angefangen haben, taten sie dies zunächst auch mehr oder weniger auf der „grünen Wiese“: Theresienwiese, Schyrenplatz. Das reichte sehr schnell nicht mehr aus: Schon im ersten Jahrzehnt ihres Bestehens erkannten die Bayern die Notwendigkeit eines (kleinen) Stadions, der Platz an der Äußeren Leopoldstraße hatte eine übersichtliche Holztribüne, die erste in Fußball-München. Andere haben die Bayern überholt (Wacker – Maybachstraße; Teutonia – Oberwiesenfeld; selbst die Löwen 😉 ).
      Je attraktiver gekickt wird (wurde), umso mehr Zuschauer / Fans interessier(t)en sich für das Spiel. Zunächst vor Ort und in den Printmedien. Dann auch im Radio, TV, Internet etc etc etc….

      Jeder kann sich anhand dieser Konstellation und Tatsachen seinen eigenen Reim daraus machen, „warum und für wen (Profi)Fußball gespielt wird“ …

      Liken

      1. Sehr schöner Kommentar! Ganz genau so ist es. Verstehen offensichtlich trotzdem einige nicht 😉

        Liken

      2. Ich verstehe Deinen Ansatz, halte ihn aber für etwas zu kurz gegriffen.Denn niemand ist ja „Fan“ gerade der elf Spieler, die gerade spielen. Sonst wäre es bei Vereinswechseln oder Karriereende vorbei.
        Deshalb ist man also Fan von Verein xy, unabhängig von den Spielern. Nicht zuletzt weil zu einem Verein eben mehr gehört, als die die aktuellen Spieler und/oder deren Ergebnisse. Es geht (oder ging früher zumindest) AUCH um eine lokale Bedeutung für die Menschen, eine Geschichte, eigene Werte etc.
        Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass dieses Verständnis hier auch vorherrscht.

        Liken

      3. Genau, Martin, deswegen bin und bleibe ich auch FC Bayern Fan, wenn ich die Mannschaft nur im TV und nicht im Stadion spielen sehen kann 😉

        Wir leben eben leider in einer ganz speziellen Zeit, die wir hoffentlich bald überstanden haben. In so einer Periode kann (muss) man seine Solidarität dem Verein gegenüber eben anders zeigen.

        Übrigens ist die Aktion mit den 900 Fanclubbannern z.T. begeistert gefeiert worden. Das verstehst du ws. auch nicht.

        Liken

      4. Bayern-Fans sind wir alle geblieben.
        Das mit den Bannern klingt natürlich erstmal ganz nett, und ich kenne die Argumente, der Leute, die das toll finden.
        Ist es aber nicht ein wenig schizophren, wenn versucht wird, eine Kulisse zu verkaufen, um das eigene Produkt besser dastehen zu lassen? Eine Kulisse, die gar nicht da sein kann.

        Liken

      5. „Ist es aber nicht ein wenig schizophren, wenn versucht wird, eine Kulisse zu verkaufen, um das eigene Produkt besser dastehen zu lassen?“

        Das ist deine persönliche Interpretation. Die Fanclubs, deren Banner im Stadion zu sehen waren, denken aber ganz anders: Wenn wir schon nicht persönlich (lautstark?) im Stadion dabei sein können, dann wenigstens mit einer Geste … das tut uns (Fans/ Fanclubs), aber vlt. auch den Spielern gut. Solche und ähnliche Aktionen gibt es in ganz Europa.

        Lass das Marketing-Argument bitte stecken. Es ist eine vlt. sogar emotionale Geste von Fans! Hunderttausende Fans finden das nachweislich gut.

        Gefällt 1 Person

      6. @ Erich: Ja, so sehen es wohl die Fanclubs, die sich an dieser Aktion beteiligt haben. Von FC Bayern Total auf Facebook geteilte Beiträge und Umfragen haben dies deutlich gezeigt. Es ist eine Geste der Identifikation und der imaginären Beteilung an den Geisterspielen.

        Liken

      7. „Das ist deine persönliche Interpretation. Die Fanclubs, deren Banner im Stadion zu sehen waren, denken aber ganz anders: Wenn wir schon nicht persönlich (lautstark?) im Stadion dabei sein können, dann wenigstens mit einer Geste … das tut uns (Fans/ Fanclubs), aber vlt. auch den Spielern gut. Solche und ähnliche Aktionen gibt es in ganz Europa.

        Lass das Marketing-Argument bitte stecken. Es ist eine vlt. sogar emotionale Geste von Fans! Hunderttausende Fans finden das nachweislich gut.“

        Ja, natürlich ist das meine persönliche Interpretation/Meinung. Ich dachte, darum geht es hier, dass man Meinungen austauscht. Sollte ja kein herkömmliches „Trash-Forum“ sein.
        Deshalb lasse ich auch keine „Argumente stecken“. Ich glaube, ich habe hier nirgends Anspruch darauf erhoben, Recht zu haben oder die Mehrheitsmeinung abzubilden. Das sollte hoffentlich nicht der Sinn sein. Aber vielleicht ab und zu wenigstens eine Gedankenanregung, dass es ggf auch andere Perspektiven gibt.
        Den Zweck der „Fanclubbanner“ (wenn auch nicht einmal die eigentlichen/ursprünglichen/eigenen) habe ich auch schon verstanden. Wobei ich dann schon hinterfrage, ob dann in der Zukunft (wenn wieder Zuschauer zugelassen sein sollten) auch Banner von Leuten hängen sollten, die nicht dabei sind?
        Mir kommt es halt doch ein wenig vor, als ob man ein Geschenk zu einer Party schickt, bei der man (aus welchem Grund auch immer) nicht erwünscht ist oder zumindest nicht hin darf.

        Liken

  4. Ja, da hast du dann tatsächlich etwas bzw. einiges falsch verstanden.

    Die „Begleitumstände“ sind Geisterspiele und dass diese dank eines hervorragenden (Hygiene-)Konzepts stattfinden können, verdanken wir natürlich den Funktionären. Aber die Spieler haben diese dankend angenommen, ja weil es ihr Job ist, aber auch weil sie verdammt gerne Fußball spielen! Das letztere wird in der Diskussion häufig vergessen.

    Es gibt ganz sicher ein Vielfaches mehr an Fans, die sich über einen Re-Start gefreut haben, als diejenigen Fans, die sich aktuell bockig allem verweigern.

    Dass wir alle(!!!) lieber Spiele mit vollen Stadien sehen wollen, steht wohl hoffentlich fest!

    Liken

  5. Ich war anfangs sogar offen für einen Re-Start, allerdings hat mich genau die Art und Weise, wie dieser dann verkauft und durchgesetzt wurde, gestört und jede mögliche Freude daran zerstört.
    Selbstgerechtigkeit, Ignoranz und ähnliches sind die Begriffe, die mir dabei einfallen.
    Warum und für wen wurde denn weitergespielt? Reiner Selbstzweck! Während alles andere (z.T. gezwungenermaßen) eingefroren wurde.
    Der Kern ist doch, dass zum Fussball mehr gehört als das reine Ergebnis nach (üblicherweise) 90 Minuten.

    „Aber die Spieler haben diese dankend angenommen, ja weil es ihr Job ist, aber auch weil sie verdammt gerne Fußball spielen!“
    Ähnlich gerne wahrscheinlich wie die paar Leute, die während des Pokalfinales auf einer der Wiesen rund um das Olympiastadion auch ein wenig gekickt haben. Und von der Polizei verscheucht wurden, weil das ja verboten ist. Merkste selber, oder?

    „Dass wir alle(!!!) lieber Spiele mit vollen Stadien sehen wollen, steht wohl hoffentlich fest!“
    Rhetorische Frage, insofern „JA“. Die Frage ist halt, ob es neben Spielen mit Zuschauern und Spielen ohne Zuschauer auch etwas gegeben hätte. Aber so demütig war die DFL dann doch nicht……

    Liken

    1. Ich kenne jede Menge Amateurspieler, die es verstanden haben, dass sie selbst lange Zeit nicht spielen durften (manche haben es auch nicht verstanden, wieder ein anderes Thema), aber sich tierisch gefreut haben über den Restart der Bundesliga.
      Diese Fans, sicherlich einige Millionen und damit viel mehr als die Kritiker und Verweigerer, kommen in deiner Rechnung, werter Martin, offensichtlich gar nicht vor. Übrigens genauso wie umgekehrt die Begriffe „Selbstgerechtigkeit, Ignoranz …“ etc.
      Die Spieler und Verantwortlichen im Fußball haben sich wesentlich strikteren Regeln unterworfen als alle anderen Bevölkerungsteile – das war demütig, teilweise skurril (weil derart übertrieben). Aber der Zweck war als Vorbild zu dienen und alle Vorschriften mehr als zu erfüllen.

      Eine letzte Frage an dich, Martin: Wie lange würdest du warten, bis wieder Profifußball gespielt werden darf? Volle Stadien, im Extremfall kann sich das über ein, zwei Jahre (oder sogar länger) hinziehen …

      Liken

      1. Die Frage ist ja nicht wann, wieder Fussball gespielt werden darf, sondern wer es entscheidet, anhand von welchen Kriterien und ob es dann auch für alle gilt? Konzerte, Theater, Kino, Volksfeste etc.
        Darüber gibt es wahrscheinlich politisch im Einzelfall unterschiedliche Meinungen, mir ging es aber um die Intention der Bundesligawiederaufnahme und da blieb bei mir bei allen Hygienekonzepten ein schaler Beigeschmack, weil ich das Gefühl nicht loswurde, ein kleiner Kreis bastelt sich seine eigene Blase zur Selbsterhaltung.
        Aber das führt hier alles zu weit.
        Ich habe im Übrigen keine „Rechnung“ aufgestellt, in der Freunde von Geisterspielen nicht vorkommen. Das ist mir schon bewusst, dass es diese gibt und wahrscheinlich die Mehrheit tatsächlich sagt „Lieber so, als gar nicht“.
        Ich schildere nur mein Empfinden und gebe den Eindruck aus meinem Umfeld wider und da hat das Interesse an der Bundesliga nun mal nachgelassen.
        Aber morgen gibt es wieder Live-Fussball, vielleicht geht es mir dann besser…….

        Liken

  6. „Aber morgen gibt es wieder Live-Fussball, vielleicht geht es mir dann besser…….“ Sehr schön 😉 Wenn Ingolstadt den Glubb weg haut ….

    „Die Frage ist ja nicht wann, wieder Fussball gespielt werden darf, sondern wer es entscheidet, anhand von welchen Kriterien und ob es dann auch für alle gilt? Konzerte, Theater, Kino, Volksfeste etc.“

    Konzerte, Theater, Kino gibt es doch schon wieder – unter Auflagen. Bei Volksfesten ist es so wie beim Fußball.

    Es ist auch nichts wirklich miteinander vergleichbar. Jede Sparte, jede Branche, jeder Sport muss seine eigenen Mittel und Wege finden. Jede besser, je schlüssiger das Konzept, desto schneller geht es voran.

    Volle Stadien, Volksfeste: So wie unsere Gesellschaft, die Menschen fast überall auf der Welt drauf sind: hierfür muss man wohl auf den Impfstoff gegen COVID-19 warten. Erst dann wird es in diesen Größenordnungen weiter gehen…

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: