Die Rekorde der Bayern 2019/20

Der Lauf von Hansi Flicks Bayern nach der Niederlage am 14. Bundesliga-Spieltag beim damaligen Tabellenführer Mönchengladbach war derart überragend, dass es wirklich schwer fällt, alle (v.a.) im Laufe der Rückrunde erzielten Rekorde nur ansatzweise darzustellen – schon die 29 Siege (1 Unentschieden) in 30 Spielen, darunter einige schwere Auswärtsspiele, bei einem Torverhältnis von 98:22 sind einmalig im europäischen Spitzenfußball. FC Bayern Total benennt die wichtigsten und beeindruckendsten.

Die perfekte Champions League Saison

Schon in der Gruppenphase stellten die Bayern mit sechs Siegen und 24:5 Toren einen neuen Rekord für die 1992 als Nachfolgerwettbewerb des Europapokals der Landesmeister ins Leben gerufene Champions League auf.

Nach dem 1:0 Endspielsieg gegen PSG haben die Bayern als erstes Team in der Geschichte dieses wichtigsten Vereinswettbewerbs Europas alle Spiele auf dem Weg zum Titel gewonnen.

Dieses bislang einmalige Kunststück gelang übrigens bislang keinem einzigen Sieger der verschiedenen europäischen Klubwettbewerbe seit der Einführung des Landesmeisterpokals zur Saison 1955/56. Keinem der 65 Landesmeistercup- / CL-Sieger (1956-1992; 1993-2020), keinem der 39 Europapokalsieger der Pokalsieger (1961-1999) und auch keinem der 49 UEFA-Cup- / Europa League-Sieger (1972-2009; 2010-2020). Eine einmalige Leistung in 153(!) Wettbewerben des europäischen Spitzenvereins-Fußballs!

Dass dabei auch das Torverhältnis mit 43:8 (+35!) einen neuen Rekord bedeutet, ist fast schon zwangsläufig und selbstverständlich. Die durchschnittlich 3,91 Tore pro Spiel der Bayern erreichte zudem noch kein anderes Sieger-Team in der Geschichte der europäischen Klubwettbewerbe.

Vergleich mit früheren legendären FCB-Mannschaften im Europapokal

Um die Außergewöhnlichkeit der Leistung der vergangenen Europapokalsaison einordnen zu können, ein Vergleich mit den früheren Europapokalsiegern der Bayern.

1967: Europapokal der Pokalsieger: 9 Spiele – 6 Siege / 2 Unentschieden / 1 Niederlage – 16:8 Tore.

Landesmeistercup:

1974: 10 Spiele – 5 S / 3 U / 2 N – 25:15 Tore

1975: 7 Spiele – 5 S / 1 U / 1 N – 11:4 Tore

1976: 9 Spiele – 6 S / 2 U / 1 N – 19:4 Tore

1996: UEFA-Cup: 12 Spiele – 10 S / 1 U / 1 N – 32:10 Tore

Champions League:

2001: 17 Spiele – 12 S / 3 U / 2 N – 28:16 Tore

2013: 13 Spiele – 10 S / 1 U / 2 N – 31:11 Tore

Diese Vergleichszahlen verdeutlichen die sensationelle Leistung der aktuellen Bayern. In der hervorragenden UEFA-Cup-Saison 1995/96 hatte man bislang die beste Europapokal-Bilanz mit einem Torverhältnis von +22, die beste EC1-Bilanz war jene in der ersten Triple-Saison 2012/13. Bislang die meisten Tore in einer Europapokalsaison erzielten die Bayern 2015/16 mit 33:13 Toren – darunter waren die KO-Spiel-Siege gegen Donzek (7:0) und Porto (6:1).

Mit dem elften Sieg in Folge durch das 1:0 im Finaleüber PSG hat das Team von Hansi Flick auch die längste Erfolgsserie der Champions-League-Historie aufgestellt (to be continued).

Zweites Triple

Der FC Bayern (2013 und 2020) ist nun der einzige Verein neben dem FC Barcelona (2009, 2015), der zwei Mal in der Club-Historie das Triple aus Meisterschaft, nationalem Pokal und Champions League innerhalb einer Saison gewinnen konnte. Mit dem sechsten Titel im Landesmeisterwettbewerb zogen die Münchner zudem mit dem FC Liverpool gleich – davor liegen nur noch Real Madrid (13) und AC Milan (sieben).

Bestes Torjäger Duo der CL-Geschichte

Großen Anteil an der bayerischen Offensivpower hatten Torschützenkönig Robert Lewandowski (15 Saisontore) und Serge Gnabry (neun), die zusammen das torgefährlichste Duo in der Geschichte des Wettbewerbs bildeten. Die beiden zusammen erzielten nur ein Tor weniger als der Final-Gegner Paris St. Germain während der kompletten Spielzeit.

Die Quote von Lewy mit 15 Toren in 10 von 11 möglichen Spielen – gegen Tottenham wurde er zum Ende der Gruppenphase geschont – ist eine bessere als die des bisherigen CL-Rekordschützen Christiano Ronaldo, welcher 2013/14 17 Tore in 13 Spielen erzielte.

Hinzu kommen bei Lewy in der abgelaufenen CL-Saison von 6 bzw. 7 Assists (unterschiedliche Bewertung bei der Entstehung des 2:0 durch Gnabry gegen Lyon). 21 (22) Scorer-Punkte hat zuvor noch nie ein Spieler in einer CL-Saison erzielt.

Lewandowski – Torschützenkönig in allen 3 Wettbewerben

Lewy erzielte in der Champions League 15 Tore, in der Meisterschaft 34 Tore und im DFB-Pokal 6 Tore. Dies sind zusammen nicht nur sagenhafte 55 Tore in 46 Spielen, er erzielte damit auch einen einmaligen Rekord im deutschen (wahrscheinlich sogar europäischen) Vereinsfußball: Noch nie zuvor wurde ein Spieler in einem Jahr Torschützenkönig in allen drei Wettbewerben und gewann diese auch noch mit seiner Mannschaft.

34 BL-Tore wurden zuletzt 1977 vom Kölner Dieter Müller erzielt, lediglich Gerd Müller traf Anfang der 1970er Jahre in der BL-Geschichte in drei Spieljahren (1970 – 38; 1972 – 40; 1973 – 36) häufiger.

Gerd Müller wurde insgesamt sieben Mal BL-Torschützenkönig, dahinter kommt nun schon Lewy mit fünfmal. Allerdings musste sich der Bomber den Torjägertitel insgesamt dreimal teilen, während Lewy fünfmal alleiniger Torschützenkönig wurde. Beide sind die einzigen Torjäger der BL-Geschichte, welche die Kanone dreimal in Serie gewinnen konnten. Müller von 1972 bis 1974, Lewy 2018-2020 – Der Gerd musste sich den Titel 1974 jedoch mit einem gewissen Jupp Heynckes (jeweils 30 BL-Treffer) teilen.

In der ewigen Torjägerliste der Fußball-BL hat Lewy in der abgelaufenen Saison die Herren Burgsmüller und Heynckes überflügelt. Mit seinen 236 BL-Toren (321 BL-Spiele) liegt er nun auf dem 3. Platz: Nur noch der scheinbar (wer weiß?!) uneinholbare Gerd Müller (365/427) und Klaus Fischer (268/535) liegen vor ihm.

Auch in der CL hat Lewy kräftig aufgeholt und liegt in der ewigen Torschützenliste des „EC1“ hinter CR7 (130 Tore / 170 Spiele), Messi (115 / 143) und auch noch knapp hinter Raúl (71 / 142) auf Platz 4: 68 Tore in 90 CL-Spielen. Die Real Madrid Legende wird er sich höchstwahrscheinlich noch in der nächsten CL-Gruppenphase schnappen.

Auch bei der Torquote der 65-jährigen EC1-Historie (aller Torschützen mit mehr als 30 Toren) liegt Lewy nun mit 0,76 Toren / Spiel gemeinsam mit CR7 auf Rang 4. Erster: Gerd Müller – seine 34 Tore in 35 Spielen bedeuten eine Quote von 0,97!

Thomas Müller – „Vorlagengott“, Dauerbrenner und Torjäger

Müller, im Herbst unter Niko Kovac nur noch zweite Wahl, sammelte in der Saison 2019/20 vor allem unter dem Coach Hansi Flick insgesamt 21 Torvorlagen und stellte damit einen neuen Bundesliga-Rekord auf. (Vorher Kevin de Bruyne 2014/15 und Emil Forsberg 2016/17 mit jeweils 19 Assists).

Außerdem hat der Oberbayer mit nunmehr 115 CL-Spielen seinen ehemaligen Kapitän Philipp Lahm (112) überholt und ist deutscher CL-Rekordspieler. Für ihn war das Endspiel gegen Paris Saint-Germain zudem bereits das vierte Champions-League-Finale seiner Laufbahn. Kein anderer deutscher Fußballspieler kommt auf mehr Endspielteilnahmen.

Nicht zu vergessen: Der Torschützenkönig der Fußball-WM 2010 ist auch der beste deutsche Torjäger in der EC1-Historie: Insgesamt 46 Tore.  

„Bayern-Opfer“

Vier der sieben CL-Gegner des FCB erlitten im Wettbewerb 2019/20 historische Niederlagen in ihrer Europapokal-Historie:

Tottenham – 2:7 höchste Heimniederlage; 3:10 höchstes negatives Gesamtergebnis.

Roter Stern Belgrad – 0:6 höchste Heimniederlage; 0:9 höchstes negatives Gesamtergebnis.

Chelsea – 0:3 höchste Heimniederlage; 1:7 höchstes negatives Gesamtergebnis.

Barcelona – das 8:2 der Bayern im Viertelfinal-Spiel in Lissabon hat so einige Negativrekorde in der stolzen Geschichte der Katalanen ausgelöscht. Eine detailliertere Betrachtung ersparen wir Barca lieber 😉

Diese vier „FCB-Opfer“ sind im Übrigen keine europäische Fußball-Laufkundschaft, sondern haben zusammen immerhin 18 (von insgesamt bislang 153 ausgespielten) Europapokalsiegen eingefahren, davon 7 EC1-Triumphe.

Bundesliga-Rückrunden- bzw. Halbserien-Rekord

Die 16 Siege bei einem Unentschieden (0:0 gegen RB Leipzig) und 54:10 Tore bedeuten einen neuen Rückrunden- bzw. Halbserien-Rekord in der 57-jährigen BL-Geschichte. Damit haben „Hansis Triple-Bayern 2020“ den herausragenden Rekord von „Jupps Triple-Bayern 2013“ um ein Tor verbessert (Rückrunde 2013: 54:11 Tore).

Beim bisherigen Rekord an erzielten BL-Saison-Toren (101) 1971/72 schossen die Bayern in der Rückrunde übrigens auch 54 Tore (bei 20 Gegentoren).

Kein Ende der unglaublichen Serie

Der FC Bayern nimmt seine Rekordserien aus BL und CL in die neue Saison mit. Er ist seit 30 Pflichtspielen unbesiegt (29 Siege, 1 Remis) – 98:22 Tore. Zuletzt gab es 21 Siege in Serie – Letzteres ist laufender Rekord im deutschen Profifußball.

Die Herausforderungen in der kommenden Saison werden allerdings wohl noch einmal höher als im vergangenen Rekordjahr sein. Fast ohne Vorbereitung werden Ende September die beiden Supercup-Spiele ausgetragen: am 24. September in Budapest gegen den FC Sevilla und am 30. September in der heimischen Arena gegen den BVB. Im Dezember soll die Klub-WM in Katar stattfinden – Termine und sechs von sieben möglichen Gegnern stehen noch nicht fest.

Mia san mia – mia san stärka wia de Stia … müssen wir auch sein 😉


Titelbild: FC Bayern Homepage vom 25. August 2020

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

15 Kommentare zu „Die Rekorde der Bayern 2019/20

  1. EEEEEiiinspruch! Ein weiterer (Bayern)Spieler, auch deutscher, hat ebenfalls vier Landesmeistercup-Finalteilnahmen vorzuweisen (aber nicht ein einziges A-Länderspiel!). Der Wipf (Bernd Dürnberger). O.k., o.k., 1974 wurden ja zwei Finals gespielt und er kam nur im ersten in der 75ten für Conny Torstensson zu einem kurzen Einsatz. Aber immerhin. Vier ist vier.

    Paul Breitner hätte die Möglichkeit zu vier Finals gehabt, war aber 1975 und 1976 „verreist“.

    Und hätte Sepp Maier nicht 1979 den unglücklichen Autounfall gehabt, wer weiß ob wir nicht mit ihm 1982 nochmal gewonnen hätten.

    Aber bei Thomas Müller ist ja noch nicht das Ende vom Gelände erreicht. Alles schielt z.B. jetzt schon auf das Finale 2023 ..

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  2. Diese Rekordzahlen, aber auch die Leistungen in 2020 verdeutlichen, dass der Triplesieger des Jahres 2020 wohl die beste Mannschaft der Fußball-Weltgeschichte ist. Ich meine damit keine Leistung über mehrere Jahre wie z.B. Real Madrid 1956-60, Ajax 1971-73, Bayern 1974-76 usw., sondern die Saisonleistung.

    Nie hat ein Team die Fußballwelt derart beherrscht!

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  3. Hab mir gestern das „Nations-League-Spiel“ angesehen. Was für ein Unterschied zu CL-Endrunde. Natürlich kann man nicht die Eingespieltheit erwarten. Aber auch die individuelle Qualität vieler Spieler war einfach schlechter.

    Mir scheint die Ära des „spanischen“ Ballbesitzspiels (endlich) überwunden zu sein. Leichtgewichtige Ballstreichler, die vor dem Tor keinen Impact haben, das ist vorbei. Es kann nicht das Ziel im Fußball sein, dass der Gegner ständig 11 Mann hinter dem Ball hat. Der Bayern-Weg mit Physis und Speed ist klar überlegen. Und eine Mannschaft braucht einen Mittelstürmer.

    Für mich unverständlich ist die Kritik, teilweise Verachtung vieler „Fans“ gegenüber Timo Werner. Natürlich ist er keiner, um 90% der Spielzeit den Ball hintenrum kreisen zu lassen. Aber richtig eingesetzt ist das eine absolute Waffe. Auch zum Flick-FC-Bayern würde er gut passen, vor allem in der CL. Ich wage mal die Behauptung, wenn die FIFA-Änderung der Abseitsregelung kommt, werden Teams das bewusst als taktisches Element einsetzen. Dann wird er nochmal wirkungsvoller. Kluger move von Chelskov, und vielleicht ein Fehler von Bayern .. (wird nicht von allen Fans ein breiterer Kader verlangt?).

    Sane hat mir gut gefallen. Wenn er das auch in großen Spielen bringt sind wir auf den Flügeln bald besser besetzt als 2016.

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    1. Eigentlich sind spätestens seit diesem Jahrtausend die besten Vereinsmannschaften („Weltauswahlen“) immer besser als die besten Nationalmannschaften.

      Mit der Verpflichtung von Leroy Sané hat der FCB alles richtig gemacht – und damit muss man sich über einen Timo Werner nicht mehr unterhalten. Gnabry, Coman, Sané, noch Perisic, hoffentlich bald OBM – das macht einen Werner überflüssig, zumal er wirklich nicht perfekt ins System des FCB passt.

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    2. Zur Kritik an Timo Werner:

      Das meiste ist natürlich kindisch. Als „Inbegriff“ des verhassten „Rattenball-Fußballs“. Und niemandem hing eine einzige Schwalbe (vor VAR) derart nach, wie die von Werner in der ersten RB-BL-Saison auf Schalke.

      Aktueller CL-Sieger > „Chelskov“ — bitte nie vergessen 😉

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  4. Es ist natürlich richtig, dass Werner bei Tempogegenstößen besonders stark ist – im Bayernspiel gibt es andere Schwerpunkte. Da Werner aber auch auf den ersten Metern enormen Speed hat, würde er IMHO schon auch zu Bayern passen.

    Mein Ideal wäre aber eine Weiterentwicklung des Bayern-Spielstils. Mehr Tempogegenstöße, noch mehr lange Bälle (die im Flick-Fußball sehr wichtig sind).

    Bin gespannt, wie Rasenball den Werner-Abgang kompensiert. Immerhin haben sie ohne ihn ein CL-Halbfinale erreicht, was ich ihnen nie zugetraut hätte. Aber über eine gesamte Saison hinweg werden sie sein Fehlen schon spüren. Adäquater Ersatz ist derzeit nicht in Sicht.

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  5. Ich schreib’s mal hierhin – weil das der aktuellste Artikel ist.

    Ivan Perisic verlässt uns also. Der „Oberindianer“ muss zurück zu „Hinter Mailand“.

    Fangen wir vielleicht mal mit der wirtschaftlichen Perspektive an. Es kann natürlich nicht sein, dass ein in Geld schwimmender FC Liverpool für Thiago am liebsten nur 20 – 22 Mio. bieten möchte und wir für einen Perisic, der nachweisbar bei Inter nicht funktioniert hat, denen 25 oder noch mehr Mios. Ablöse bezahlen (verpflichtet haben sie Perisisc in 2015 für 19 Mio.). Genau mit so einer Attitüde scheinen uns aber unsere „Freunde“ aus den anderen großen Clubs Europas zu begegnen. Als wären wir bei „Wünsch-dir-was“. Gut, wenn Bayern da mal einen Pflock einhaut.

    ich denke, dass da vielleicht noch nicht das letzte Wort gesprochen wurde. Die Winterpause kommt dieses Jahr noch schneller als sonst. Auch Wintertransfers sind heute in der CL grundsätzlich spielberechtigt. Vielleicht wird uns Perisic bereits im Dezember erneut angeboten.

    Am schwierigsten finde ich den sportlichen Aspekt. Perisic ist nun wirklich der schlagende Beweis, dass eine Mannschaft verschiedene Typen braucht. Er mag nicht der Schnellste sein, es mag sein dass er nicht mit einem Hüftschwung Ball und Körper am Gegner vorbeibringt. Aber er ist ein klassischer Vollblutstürmer, der weiß wo das Tor steht. Gerade in einer funktionierenden Mannschaft, wie es Bayern aktuell grade ist, bekommt so einer Chance um Chance.

    Darum meine Frage: Wie ersetzen wir ihn? Und jetzt bitte keine Hinweise auf OBM oder Zirkzee. Beides sind „Kaliber“, aber ganz andere Kaliber als das, was wir jetzt brauchen.

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    1. Doch, sorry, leider kann man – Stand jetzt – beim Ersatz von Ivan Perisic nur auf einen OBM hinweisen.

      Aber dann sollte man endlich auch richtig auf ihn bauen: Im aktuellen Profikader des FCB gibt es vlt. eine Handvoll Spieler, die technisch mit einem OBM konkurrieren können. Körperlich hat er sicherlich noch Defizite. Aber er ist jetzt 19 Jahre alt(!), wird im Februar 20. Es ist nicht mehr zu früh …

      Von der Robustheit ist natürlich Zirkzee eher mit Perisic zu vergleichen, aber der Ivan musste ja kaum als Stoßstürmer ran …

      Und wenn man es ganz genau nimmt, dann wurde Perisic durch Sané (mehr als) ersetzt….

      Allerdings ist der Kader aktuell mindestens FÜNF Spieler zu klein, wenn man sich die fürchterliche Mammutaufgabe Saison 2020/21 anschaut und bedenken muss, dass wohl zumindest Martinez und Thiago noch den Verein verlassen … Aber vlt. setzt hinsichtlich der beiden gerade auch noch ein Umdenkprozess ein … lieber 2021 ablösefrei als 2020 „verscherbeln“ … und vlt. gefällt es dem Thiago ja dann doch so gut in München, dass er bis mind. 2023 verlängert …

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      1. OBM steht nun ja offenbar direkt vor einem Leihgeschäft.

        Bayern war immer stark, wenn sie einen zweiten bzw. dritten Stürmer hatten (neben der Nr. 9 und Mülller, der sich einer Bewertung ja entzieht). Das waren Olic 2010 und 2012, Mandzukic 2013 (und 2014) und Perisic 2020. Nun gut, diese Rolle kann nun Gnabry einnehmen, der ja mehrere Positionen spielen kann. Eventuell kommt trotzdem noch ein last Minute Transfer.

        Arp muss sicher erst über die Zweite wieder an den Erstligafußball herangeführt werden.

        Eigentlich glaube ich aber mehr und mehr, dass Bayern bei den Transfers etwas abwartet und zur Not auch im Winter Spieler holen würde (die ja jetzt besser in der CL eingesetzt werden können).

        Übrigens – wenn bereits die allerbesten verliehen werden (OBM, wohl bald auch Dajaku), braucht man wohl kaum drauf zu hoffen dass ein anderer Nachwuchsspieler wirklich durchstartet.

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      2. 2 1/2 Wochen nach dem totalen Triumph setzt bei mir langsam die Ernüchterung ein:

        KHR hat vor einigen Wochen zurecht bemerkt, dass die Herausforderung der Saison 2020/21 noch einmal eine größere sein wird – die Belastung für die Spieler wird extrem sein …

        Und endlich schien man im Verein kapiert zu haben, dass der Kader seit Pep Guardiola zu klein ist. Und was passiert jetzt? Statt quantitativ aufzurüsten, verringert sich der Kader gefühlt stündlich … Coutinho, Perisic, bald Martinez, wohl Thiago, vlt. Alaba … dem steht lediglich die Verpflichtung von Sané gegenüber … Das (bisher ist es noch so etwas wie ein Gerücht) mit OBM finde ich auch zum Ko***n … ))-:

        Und bei den Amateuren sieht es nicht viel besser aus.

        Im letzten Sommer, in welcher der FCB laut vieler „Fans“ die „schlechteste Tranferperiode aller Zeiten“ hingelegt hat, hatte ich keine Panik. Nun langsam schon!

        Aufwachen, Ihr Brazzos, Kahns & Co!!

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      3. Ja, die Kader- und Transfer-Entwicklung der letzten Tage beunruhigt tatsächlich – wohl nicht nur den Hansi, sondern auch uns …

        Es herrscht scheinbar ein große Passivität bei den Verpflichtungen, während wirklich gefühlt täglich Spieler (Profis, Nachwuchs) abgegeben werden.

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      4. Ich denke, man muss sich noch keine Sorgen machen.

        Die großen Clubs haben in den letzten Jahren ihre Profikader fast schon absurd aufgebläht. Z.B. bei Real Madrid kommen diese Saison alleine 15 (!) Leihspieler zurück (u.a. so Namen wie Ödegaard, Odriozola und Hakimi). Da sind Profis mit Marktwerten von 50 Mio. und mehr dabei.

        Real hat grad James verschleudert. Aber sie haben weiter Bale und den „Spitzentransfer“ Jovic im Kader. ..

        Alle großen Clubs werden ihre Kader nochmal straffen müssen. Bayern war in den vergangenen Jahren nicht schlecht beraten, es mit Leihgeschäften zu versuchen (wobei im Idealfall der Alt-Verein einen Teil des Gehalts weiterbezahlt). Solche Gelegenheiten werden noch kommen (natürlich nicht Bale oder Jovic, Gott bewahre).

        Am meisten würde mich freuen, wenn uns so ein richtiger „steal“ gelänge (wie damals Alonso). Es gibt doch diverse alte Schlachtrösser, die schon alles erlebt und noch genug um Tank haben, um noch eine oder zwei Saisons zu glänzen. Modric wäre ggf. zu haben, Thiago Silva leider nicht mehr

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