Klub-WM: 2 Bayern-Siege bis zur Unsterblichkeit

Auch wenn die FIFA – und völlig unberechtigt sogar der FC Bayern – viel Kritik für den Zeitpunkt und seit langem schon für den Austragungsort dieser Klub-WM erhalten hat, geht es für Hansi Flicks Mannschaft und den Verein in dieser Woche um nicht weniger als das sog. „Sextuple“: Den Gewinn der nationalen Meisterschaft, des nationalen Pokals, der Champions League, des nationalen und europäischen Supercups und nun als Krönung der Klub-WM. Dieses Kunststück gelang bislang einem einzigen Verein in der Fußball-Weltgeschichte: Pep Guardiolas Barcelona 2009. Die „Super-Bayern“ des Jahres 2013 blieben beim „Quintuple“ hängen – auch das etwas unfaire Austragungsformat des Supercups im deutschen Fußball verhinderte damals den „totalen Triumph“.

Kein „Quatsch-Wettbewerb“

Diese Klub-Weltmeisterschaft wird in unterschiedlichen Formaten bereits seit 1960 ausgetragen: Ursprünglich als Weltpokal zwischen dem Südamerikameister und dem Europapokalsieger der Landesmeister (ab 1993 dem Champions League Sieger) in Hin- und Rückspiel, dann ab Anfang der 1980er Jahre in einem Spiel (häufig in Tokio) und seit 2005 im aktuellen Turnierformat.

Diese Klub-Weltmeisterschaft ist auf allen Kontinenten außer wohl in Europa höchst populär. Wer 2013 beim Triumph der Bayern in Marokko dabei war und sich mit Einheimischen, Chinesen und vor allem mit Brasilianern unterhalten hat, konnte dies aus erster Hand erfahren. Atletico Mineiro wurde von 15000 bis 20000 Fans in Marokko unterstützt, deren Enttäuschung maßlos war, als man im Halbfinale mit 1:3 am Gastgeber Raja Casablanca scheiterte. Viele brasilianische Fans schienen untröstlich, während der Finaleinzug von Raja wohl der größte Tag der marokkanischen Fußballgeschichte war und überall im ganzen Land mit Autokorsos gefeiert wurde.

Abwertende Bewertungen und Äußerungen von deutschen „Fußball-Boulevard-Blättchen“ z.B. als „Quatsch-Wettbewerb“ zeugen von wenig Sachverstand und noch weniger von Respekt. Aber wenn man Clickbaiting betreiben kann, speziell zu Lasten des deutschen Rekordmeisters, dann scheint jede Peinlichkeit möglich und erlaubt zu sein.

Wettbewerbs-Historie und Weg der Bayern bei dieser Klub-WM

1974 und 1975 traten die Bayern nicht zum Weltpokal an. Der Hauptgrund war wohl, dass man nicht gegen die „argentinischen Rauhbeine“ spielen wollte, die damals die Copa de Libertadores beherrschten.

1976 traten die Bayern zum ersten Mal an und gewannen den Weltpokal. 2:0 in München und 0:0 auswärts gegen Cruzeiro Belo Horizonte

Weltpokalsieger 1976 – FC Bayern

2001 besiegten die Bayern in Tokio die Boca Juniors aus Argentinien in einem „Abnützungskampf“ dank eines Abstaubertors von Sammy Kuffour mit 1:0 n.V.

2013 wurden die Bayern in Marokko nach Siegen gegen den Asienmeister Guangzhou Evergrande (3:0 in Agadir) im Halbfinale und gegen den Meister des Gastgebers Marokko Raja Casablanca (2:0 in Marrakesch) im Finale Klub-Weltmeister.

Hierzu ein paar Impressionen:

Klubweltmeister 2013 FC Bayern

Nun bei der Klub-WM 2020 im Februar 2021 in Katar sind die Hürden der Bayern auf dem Weg zum 4. Triumph und zum legendären Sextuple der Afrikameister und ägyptische Serienmeister Al Ahly SC aus Kairo beim heutigen Halbfinale und im Falles eines Siegs der mexikanische Klub Tigres de Monterrey im Finale am Donnerstag.

Interessant dabei: Obwohl neben den europäischen Vertretern die Südamerikaner den Wettbewerb dominier(t)en – bislang gab es seit 1960 ausschließlich Sieger dieser beiden Kontinente – treffen die Bayern wie 2013 auf dem Weg zum Triumph wieder nicht auf den Sieger der Copa de Libertadores, der dieses Mal (Palmeiras) wie in Marokko aus Brasilien stammt(e). Nach den ersten Endspielgegnern aus Brasilien und Argentinien  traf man 2013 auf Chinesen und Marokkaner, nun auf Ägypter und (hoffentlich) Mexikaner …

Tipp FC Bayern Total

Auch wenn der Fußball in „Corona-Zeiten“ ziemliche Kapriolen schlägt, wird sich der FCB in diesem Turnier in Katar letztendlich als haushoher Favorit durchsetzen. Er wird die Tradition, dass nur Europäer und Südamerikaner gewinnen können, auch im Februar 2021 fortsetzen. Sensationell wäre natürlich auch die Fortsetzung seiner „Zu Null Serie“ bei den bisherigen Klub-WM-Spielen – 2:0 – 0:0 – 1:0 – 3:0 – 2:0!


Foto: Bayernkurve – Endspiel am 21. Dezember 2013 in Marrakesch beim 2:0 gegen Raja Casablanca. Wie man sieht, können sich auch Bayernfans für diesen Wettbewerb begeistern.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

2 Kommentare zu „Klub-WM: 2 Bayern-Siege bis zur Unsterblichkeit

    1. Sehe ich genauso! Und als FCB-Fan sowieso! Das Sextuple mit dem Weltpokaltitel (Klubweltmeisterschaft) komplett zu machen, ist das Sahnestückchen.

      Wer das nicht so sieht, ist kein Fußballfan und schon gar kein Bayernfan.

      Habe fertig! 😉

      Gefällt 2 Personen

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