Stuttgart heute Gast in der Allianz Arena – legendäre Duelle mit dem VfB

Kurz vor der Länderspielpause und den anschließenden extrem wichtigen Spielen in Leipzig und gegen PSG sind die Bayern wieder sehr gut in der Spur. In der Bundesliga war man nach dem letzten Spieltag mit vier Punkten Vorsprung auf RB Tabellenführer und auch der CL-Viertelfinal-Einzug gegen Lazio war insgesamt sehr souverän. Allerdings übt der gestrige 1:0-Erfolg der Leipziger in Bielefeld vor dem anstehenden Spitzenspiel in Sachsen Anfang April wieder etwas mehr Druck auf den FCB aus, zudem präsentiert sich der heutige Gegner aus Stuttgart in dieser Saison vor allem in der Fremde als sehr unangenehm zu spielender Gegner.

FCB vor Rekordsieg gegen die Schwaben

Obwohl man sich viele Jahre in der Bundesliga, auch wenn der Tabellenplatz etwas anderes vermuten ließ, in etwa auf Augenhöhe begegnete, steht der FCB vor dem heutigen Spiel vor einem weiteren Bundesligarekord.

War am letzten Spieltag der 3:1-Sieg in Bremen mit dem 110. BL-Spiel ein Rekordspiel, was die Anzahl der Spiele zwischen zwei Vereinen seit der Bundesligagründung 1963 betrifft, würden die Bayern heute mit einem Sieg gegen den VfB einen weiteren Bundesligarekord aufstellen. Bislang gewannen sie selbst gegen den HSV (in 53 gemeinsamen BL-Jahren) und den VfB jeweils 65 Mal in der Bundesliga. Keine andere Partie in der BL-Geschichte wurde häufiger von einem Verein gewonnen. Ein 66. Sieg würde einen neuen ungeteilten Rekord bei einer Bundesliga-Partie bedeuten.

BL-Gesamtbilanz bis heute: 103 Spiele – 65 Siege / 20 Unentschieden / 18 Niederlagen – 212:116 Tore.

Legendäre Duelle mit dem VfB

Aus der insgesamt exzellenten Bilanz des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart in Meisterschaft und Pokal gibt es ein paar Spiele, die herausragen.

Da wären natürlich die beiden DFB-Pokal-Endspiele zu nennen:

1986 – der FCB gewinnt 5:2; dreifacher Torschütze dabei Roland Wohlfahrt. Übrigens damit der einzige Bayernspieler, welcher jemals in einem Pokalfinale dreifach getroffen hat.

2013 – mit dem 3:2 komplettiert der FCB das Double – und Jupp ging mit diesem Spiel vermeintlich in Fußballrente 😉

Das wohl dramatischste Spiel zwischen beiden Mannschaften war das BL-Spiel am 28. Oktober 1995 im mit 63.000 Zuschauern ausverkauften Olympiastadion. Otto Rehhagels Bayern waren zu diesem Zeitpunkt Tabellenführer und führten bis zur 77. Minute souverän mit 3:0. Ein unerwarteter Zwischenspurt ließ die Schwaben – u.a. durch 2 Treffer von Giovane Elber – innerhalb von sieben(!) Minuten ausgleichen.

Nur eine Minute nach Elbers 3:3 lagen die Bayern jedoch durch Alexander Zickler, dem „Top-Joker“ der FCB-BL-Historie, wieder in Führung. Mehmet Scholls Elfmetertor zum 5:3 in der 90. Minute ließ am Schluss nur die Bayern und ihre Fans jubeln.

Unvergessen wegen der Torflut auch die beiden Duelle kurz vor Weihnachten 2010 in Stuttgart: Nachdem die Bayern am 19. Dezember das letzte BL-Spiel des Jahres in Stuttgart mit 5:3 gewonnen hatten (u.a. mit 3 Gomez-Toren), siegten sie nur drei später im DFB-Pokal-Achtelfinale wieder in Stuttgart mit 6:3: Über eine frühe 2:0-Führung und einen zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich gewann man ganz am Ende scheinbar souverän mit 6:3 und konnte mit positiven Gefühlen in die Winterpause gehen.

Spiel heute: Egal wie, am Ende müssen die drei Punkte in München bleiben, um in zwei Wochen mit einem sicheren Gefühl nach Leipzig reisen zu können.

Tipp FC Bayern Total: 3:1


Titelbild: Szene aus dem Heimspiel gegen den VfB von 2018.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

3 Kommentare zu „Stuttgart heute Gast in der Allianz Arena – legendäre Duelle mit dem VfB

  1. Sensationelles Spiel in Unterzahl!

    Wie habe ich geflucht, als Phonzie die Rote gesehen hat. Für mich persönlich zu hart. Eigentlich hätte der VAR eher zu seinen Gunsten korrigieren müssen … Er ist am Ball, rutscht aber mit dem Fuß über ihn hinweg und trifft dann den Stuttgarter ebenso hart wie unglücklich. Wenn dieser verletzt hätte ausscheiden müssen, wäre der Platzverweis gerechtfertigt gewesen … so nicht. Aber letztendlich spielte diese Szene den Bayern und nicht den Schwaben in die Hände 😉

    PS: Heute müssen „meine Amateure“ gewinnen!

    Gefällt 1 Person

    1. Sieht FC Bayern Total ähnlich, Derbysieger!

      Heutiger Text bei uns auf der Facebookseite:

      „“Mangelndes Fingerspitzengefühl“ bei SR Daniel Schlager

      Gestrige Diskussion um den Platzverweis von Phonzie Davies

      In der ersten Erregung wegen der roten Karte für Davies hat FC Bayern Total gestern von einer „skandalösen SR-Entscheidung“ geschrieben – und daraufhin viel Kritik einstecken müssen. Das Post wurde auch nach kurzer Zeit von der Seite genommen.

      ABER: Auch mit einmal darüber Schlafen und mit vielfacher Betrachtung der Szene bleibt FC Bayern Total bei der Meinung: Der Platzverweis war ZU HART!

      In vielen Beiträgen wird aus unserer Sicht fälschlicherweise behauptet, dass Phonzie in der Szene „viel zu spät gekommen wäre“. Davies war eigentlich eher am Ball als Endo, er ging sicher (zu) ungestüm in den Zweikampf und bei all seiner Dynamik rutschte er mit dem Fuß über den Ball in den Knöchel von Endo.

      Interessant übrigens, dass kein VfB-Spieler die ursprünglich gegebene gelbe Karte kritisiert hat. Erst der VAR hat alles kippen lassen. Eigentlich wäre in dieser Szene der VAR eher angebracht gewesen, aufgrund der TV-Bilder eine rote in eine gelbe Karte zu wandeln.

      Man hätte auch über Rot reden können, wenn Endo verletzt ausgeschieden wäre. Aber als Schlager ROT zeigte, stand er bereits wieder auf den Beinen (siehe Bild).

      Es ist des weiteren sehr seltsam, wenn einer FCB-Fanseite eine „rote Brille“ und „Subjektivität“ vorgeworfen. Eigentlich sind genau diese beiden Eigenschaften diejenigen, die einen Fan eines Vereins ausmachen. Wenn also einem „Fan“ die durchaus auch gewollte Subjektivität auf dieser Seite nicht gefällt, darf er unsere Seite gerne meiden (und muss dies keineswegs vorher kundtun).

      Ein „kleiner Skandal“: SR Daniel Schlager kommt aus Rastatt – das liegt wie Stuttgart in Baden Württemberg (ca. 90 km im Westen). Warum wird so einem „Unparteiischen“ die Spielleitung übertragen? „Mangelndes Fingerspitzengefühl“?

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