Tage wie dieser – das gehört zum Fußball

Nach neun Pflichtspielsiegen in Folge, meist auf überragende Art und Weise herausgespielt, was die dabei erzielten 45:5 Tore eindrucksvoll dokumentieren, verlieren die Bayern mit dem 1:2 gegen Eintracht Frankfurt zum ersten Mal unter Julian Nagelsmann. Waren die Bayern zu überheblich, wurde Nagelsmann zu früh zu stark gelobt? FC Bayern Total sagt: Nein, solche Niederlagen gehören zum Fußball, machen ihn so unberechenbar und interessant, egal wie ungerecht letztendlich das Spielergebnis selbst ist.

Bayern war auch am frühen Sonntagabend in der heimischen Arena das bessere, hoch überlegene Team. Alle entscheidenden Statistiken fallen zugunsten des deutschen Rekordmeisters aus: 20:5 Schüsse, davon 10:3 aufs Tor plus ein Pfostenschuss von Serge Gnabry (Titelbild; offizielle FCB-Homepage). Dieser und ein Kopfball von Robert Lewandowski fallen unter die „Rubrik 200%ige Torchance“. 73% Ballbesitz, 58% gewonnene Zweikämpfe, 59% gewonnene Luftzweikämpfe, 10:1 Ecken – und genau mit dieser einzigen Ecke erzielten die Frankfurter den sowohl überraschenden wie auch schmeichelhaften Ausgleich – man ahnt es bei der negativen Kopfballbilanz der Frankfurt schon fast – per Kopf! Ein Frankfurter Torhüter in absoluter Weltklasseform, der eigentlich beste Torwart dieses Planeten nach einer Klasseparade in Halbzeit 1 beim 1:2 zumindest unglücklich aussehend und die Eintracht mit einer grandios effektiven Chancenverwertung von 67%. Wenn so viele glückliche Komponenten auf der einen Seite und unglückliche auf der anderen Seite zusammentreffen, dann kommt es im Fußball schon einmal zu derart überraschenden Resultaten.

Solche Spiele gab es auch in den erfolgreichsten FCB-Spieljahren: Dies ist den Jupp-Heynckes-Bayern in der Triple-Saison 2012/13 beim 1:2 zuhause gegen Bayer Leverkusen passiert und auch Hansi Flick zu Beginn seiner Tätigkeit in der grandiosen Triple-Saison 2019/20 – ebenfalls ein 1:2 gegen denselben Gegner. Und nun ein 1:2 gegen Eintracht Frankfurt.

Übrigens gewannen die Hessen zum letzten Mal im November 2000 in München mit … natürlich 2:1! Es war ein kaltnasser ekeliger Novembertag im Münchner Olympiastadion. Die Bayern waren damals allerdings sicherlich nicht in Höchstform – und weder die jubelnden Frankfurter noch die geknickten Bayern konnten nach dem Spiel erahnen, wie die Saison ausgehen würde: Für die Eintracht mit einem Abstieg in die 2. BL, für die Bayern mit dem Double aus Meisterschaft und Champions League Sieg.  

Der FC Bayern war zudem am vergangenen Fußballwochenende nicht der einzige strauchelnde Tabellenführer in den europäischen (Top-)Ligen.

Das bislang ungeschlagene Real Madrid verliert 1:2  bei Espanyol Barcelona, bleibt aber ebenfalls Tabellenführer – letzteres vor allem deshalb, weil der FC Sevilla beim Tabellen-18. Granada ebenfalls verliert.

Paris SG – souverän mit acht Siegen(!) in die Ligue 1 gestartet – verliert bei Stade Rennes mit 0:2, bleibt mit großem Abstand Tabellenführer.

In Russland verliert der bislang ebenfalls souveräne Tabellenführer Zenit St. Petersburg zuhause gegen Sotschi mit 1:2, bleibt Erster der Liga.

Gleiches Schema:

Holländische Eredivisie: Ajax – Utrecht 0:1

Portugal: Benfica (bislang verlustpunktfrei) – Portimonense SC 0:1

In England verliert ManCity durch ein 2:2 bei Liverpool die Tabellenführung, was natürlich keine Schande ist, trotzdem aber ein bisschen ins Bild passt.

Ausnahme Italien: Napoli gewinnt auch das 7. Serie A Spiel und bleibt souveräner Tabellenführer – weit vor den eigentlichen Titelfavoriten Inter und Juve …

Es war wohl europaweit ein etwas „komisches Fußball-Wochenende“, nicht nur in München beim FCB.

Das Wichtigste ist – und jetzt sprechen wir wieder vor allem über unsere Münchner: Mund abputzen, aus den Fehlern lernen und schnellstmöglich wieder an die sehr erfolgreichen Spiele und Ergebnisse der letzten Wochen anknüpfen.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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