Der Weltfußballer sollte auch ein Vorbild sein

Heute Abend wissen wir, wer den Ballon d`Or, die Wahl zum „weltbesten“ Fußballer des Jahres 2021 gewonnen hat. Die meisten Fußballexperten sehen in Robert Lewandowski den verdienten Sieger, die Bayernfans hoffen, dass Lewy die diesbezügliche 40-jährige Durststrecke des FC Bayern beenden kann. Seine Vorgänger im FCB-Trikot waren die Legenden Gerd Müller (1970), Franz Beckenbauer (1972, 1976) und Kalle Rummenigge (1980, 1981). Gerade im Kontext Gerd Müller wäre die Wahl der „polnisch-bayerischen Tormaschine“ eine märchenhafte Abrundung des (Fußball-)Jahres 2021.

Vorneweg: Anders als viele glauben, manipuliert die FIFA bei dieser Auszeichnung nicht. Dies ist nicht möglich, alle Votings sind absolut nachvollziehbar. Sehr fragwürdig ist allerdings die weltweite Auswahl der zur Stimmenabgabe Berechtigten und noch mehr die Gewichtung dieser.

Bevorzugt bei solchen Wahlen werden definitiv „Fußballmarken“ – „Messi“, „CR7“. Wie gut kennt man mittlerweile „RL9“ und kann man seine Leistungen im „Fußballniemandsland“ dieses Planeten richtig einschätzen? )*

Hier auf FC Bayern Total noch einmal ein ganz anderer Aspekt zu dieser Auszeichnung. Der „Weltfußballer“ soll sicherlich auch seiner Vorbildsfunktion gerecht werden. Wie sieht es mit der Disziplin der „Fußballgötter“ aus? Maßstab: Rote Karten in Pflichtspielen.

FC Bayern Total hat dazu Lewy mit den Seriensiegern der letzten Jahre, Messi (sechsmal) und Cristiano Ronaldo (fünfmal), verglichen:

1) Kann sich jemand daran erinnern, dass Lewy jemals eine Rote Karte im Trikot des FC Bayern erhalten hat? Natürlich nicht, denn den bisher einzigen Platzverweis seiner Profikarriere erhielt er vor fast neun Jahren im Trikot des BVB im Bundesligaspiel beim HSV.

2) Leo Messi dagegen ist bereits dreimal vom Platz gestellt worden, zweimal im Trikot von Argentinien, einmal (Anfang diesen Jahres) in der spanischen Supercopa bei Barca.

3) CR7 dagegen benahm sich nicht selten völlig daneben auf dem Platz. Satte 11(!!) Platzverweise hat er in seiner Karriere bereits erhalten. Viermal im Trikot von ManUnited, sechsmal in Madrid und einmal bei Juve. Von diesem letzten Platzverweis stammt das Bild: Weinend und lamentierend, weniger vorbildhaft verließ der Superstar den Platz.

Ronaldo scheint im Jahr 2021 keine Chance zu haben. Messi und Lewandowski sind laut Medienberichten die großen Favoriten – angeblich soll sogar schon Messi als Sieger feststehen. Julian Nagelsmann hat zuletzt die unglaubliche Disziplin von Lewy hervorgehoben. Dies wird durch diese Statistik ebenfalls dokumentiert. 1:0 Lewy!!


)* Richtigstellung: Der Verfasser dieses Beitrags hat nach den ebenso fragwürdigen Wahlergebnissen 2013 (Tripplegewinner Franck Ribéry Dritter hinter CR7 und Messi) und 2014 (Manuel Neuer, Weltmeister Doublesieger, ebenso Dritter hinter denselben Herren) das Thema „Ballon d‘ Or“ eigentlich abgeschlossen und deswegen die „Wahlen“ der Jahre 2015-2019 nur noch als Randnotiz wahrgenommen. So ist ihm die Änderung bei der Aufstellung der „Wahlmänner“ entgangen.

 Der Vergabemodus der austragenden französischen Fußball – „Fachzeitschrift“ France Football ist wie folgt:

„Verliehen wird der Preis von einer Jury mit je einem Sportjournalisten aus den Ländern der 53 Mitgliedsverbände der UEFA sowie 53 Juroren aus den Ländern derjenigen außereuropäischen Verbände, die an mindestens einer Weltmeisterschaftsendrunde teilgenommen haben. Jeder von ihnen vergibt an fünf Spieler aus einer von der France-Football-Redaktion vorgegebenen Liste sechs –, vier, drei, zwei bzw. einen Punkt. Dabei sollte die Leistung der Spieler im jeweiligen Kalenderjahr gewürdigt werden …“

Somit überrascht das gestrige Wahlergebnis – Messi zum siebten Mal vor Lewandowski – auf den ersten Blick noch mehr. „Fachleute“ sollten doch eigentlich für ein korrektes Ergebnis stehen. Auf den zweiten Blick stellt man fest, dass zwei (Neu-)PSG-Spieler die (wichtigen) Wahlen von France Football gewonnen haben; Sitz von France Football ist Paris:

Gianliugi Donnarumma, der italienische Europameister, stand bislang in 15 Meisterschaftsspielen für PSG gerade einmal sechsmal zwischen den Pfosten und ist so etwas wie die gefühlte Nummer 2 hinter Navas (der einst in Madrid vor Courtois floh). Seine zwei von fünf möglichen CL-Spiele bessern diese Bilanz auch nicht auf.

Messi lief bislang in sieben Meisterschaftsspielen auf und erzielte dabei gerade einmal ein Törchen, auch sind seine bisherigen drei Treffer in der CL nicht überragend. Zum Vergleich Lewy: 14 BL-Tore und 9 CL-Tore – macht summa summarum ein 23:4 für den bayerischen „Weltstürmer“ (der Trostpreis von France Football).

PS: Diese Richtigstellung tangiert natürlich nicht das ursprüngliche Hauptthema „Vorbildfunktion“. Auch in dieser Hinsicht liegt Lewy vor Messi. Dieser erhielt für seine Tätlichkeit Anfang des Jahres übrigens lediglich eine Sperre von zwei Spielen. Für viele spanische Fußballfans damals auch ein Skandal.


Update 05.12.2021

„Argentinische Fairness“ + andere „Ahnungslose“ 🤮

Zur Erklärung, warum es bei Lewy nicht zum Ballon d´Or gereicht hat: https://www.spox.com/de/sport/fussball/international/2112/Artikel/robert-lewandowski-lionel-messi-cristiano-ronaldo-ballon-dor-ergebnisse-stimmen-voting.html

In Europa (ganz klar) und Afrika vorne – die „Fachleute“ auf dem amerikanischen Kontinent, in Asien und Ozeanien haben es jedoch ganz anders gesehen.

Nichts Überraschendes 😕

Die „Richtigstellung“ hätte sich FC Bayern Total sparen können. Neues Verfahren, alte „Schwächen“ … Zum Ko**en!

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

3 Kommentare zu „Der Weltfußballer sollte auch ein Vorbild sein

  1. „Argentinische Fairness“ + andere „Ahnungslose“ 🤮

    Zur Erklärung, warum es bei Lewy nicht zum Ballon d´Or gereicht hat: https://www.spox.com/de/sport/fussball/international/2112/Artikel/robert-lewandowski-lionel-messi-cristiano-ronaldo-ballon-dor-ergebnisse-stimmen-voting.html

    In Europa (ganz klar) und Afrika vorne – die „Fachleute“ auf dem amerikanischen Kontinent, in Asien und Ozeanien haben es jedoch ganz anders gesehen.

    Nichts Überraschendes 😕

    Die „Richtigstellung“ hätte sich FC Bayern Total sparen können. Neues Verfahren, alte „Schwächen“ … Zum Ko**en!

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