Wechselchaos, Media-Gegacker – aber auch enttäuscht von Christian Streich

Ein Kommentar

Die Bayern gewinnen in einem sehr intensiven und vor allem in der 2. Halbzeit hochklassigen Spiel mit 4:1 beim unangenehm zu bespielenden Tabellenfünften SC Freiburg, aber Fußball-Deutschland diskutiert fast ausschließlich über eine sehr kurze Spielsequenz, die auf den Spielausgang nicht den geringsten Einfluss hatte.

Was ist passiert?

In der 85. Spielminute nahmen die Bayern ihre Spielerwechsel 4 und 5 vor – Niklas Süle kam für Coco Tolisso und Marcel Sabitzer für Kingsley Coman. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt beim Stand von 3:1 entschieden, nichts deutete auf ein Aufbäumen der Freiburger hin.

Bei der Auswechslung passierte der Teammanagerin des FCB Kathleen Krüger ein Fehler: Sie zeigte für den auszuwechselnden Coman dessen alte Rückennummer 29 an. Seit dieser Saison spielt dieser aber mit der 11 auf dem Trikot. Krüger war in der gesamten Hinrunde der Saison in Babypause gewesen – spielte dies vielleicht eine Rolle bei dem Faux-pas? (Ich werde hier nicht erwähnen, was mir eine sehr emanzipierte dreifache Mutter – zu meiner eigenen Verwunderung – über den „geistigen Zustand“ junger Mütter mitgeteilt hat 😉 ).

Kingsley Coman bekam auf alle Fälle aufgrund der falsch angezeigten Nummer zunächst seine Auswechslung nicht mit und blieb für ein paar Sekunden als 12. Bayernspieler auf dem Platz. Wie lange ganz genau, weiß wohl keiner so wirklich. Es gab eine Menge unterschiedlicher Meinungen dazu. Es dürften wohl ca. 15 Sekunden gewesen sein. Ob es der King schließlich selbst bemerkte oder er durch die Informierung des Freiburger Nationalspielers Schlotterbeck an Schiedsrichter Christian Dingert darauf aufmerksam wurde, ist bislang auch nicht klar. Er verließ jedoch ohne Aufforderung rasch das Spielfeld.

Was aber war die Rolle des 4. Unparteiischen in dieser Situation? Hätte er nicht überprüfen müssen, ob sich überhaupt ein FCB-Spieler mit der Nr. 29 auf dem Spielberichtsbogen bzw. auf dem Feld befindet? Und hätte er nicht darauf achten müssen, dass wirklich ein Spielertausch zwischen Coman und Sabitzer stattfindet? War er eventuell durch die Attraktivität von Kathleen abgelenkt bzw. verwirrt? Das mag sich jetzt wie Hohn und Spott anhören, aber irgendwie muss doch dieser Blackout zu erklären sein.

Anschließend kam es zu einem großen Chaos auf dem Feld, welches auch etwas durch die hysterisch wirkende Freiburger Bank um den extrem emotionalen Trainer Christian Streich gefördert wurde. SR Dingert verschaffte sich seinen Überblick und nach ungefähr fünf Minuten Spielunterbrechung ging die Partie mit einem Schiedsrichterball weiter.

Übrigens gab es im Anschluss in den Social Media sogar wegen des SR-Balls Aufregung. Korrekterweise hätte die Partie wohl mit einem indirekten Freistoß für Freiburg weiter gehen müssen. Dass der SR-Ball aber bei den Freiburgern landete und dies de facto einem Freistoß gleich kam, interessierte die „Immer besser Wissenden“ nicht.

Konsequenzen des kurzen Chaos? Gar Spielwertung für Freiburg?

Dazu noch einmal eine kurze Zusammenfassung, was tatsächlich auf dem Feld passierte: Kurz vor dem Ende eines de facto entschiedenen Spiels spielten die Bayern aufgrund eines Missverständnisses eine Viertelminute(!) mit einem Mann in Überzahl. In dieser kurzen Spielsequenz passierte quasi gar nichts, Kingsley Coman war nicht einmal am Ball. Der FCB hatte Null Komma Null Vorteile.

Trotzdem forderten im Netz noch während des Spiels sportlich faire Freiburg-„Fans“ einen Sieg am grünen Tisch für ihren Verein. Alles andere wäre einmal mehr Bayern-Bonus! Zahlreiche FCB-Fans befürchteten dasselbe.

Unmittelbar vor und nach dem Schlusspfiff des Spiels erklärten zahlreiche Regelkundige, warum dies gar nicht anders sein könnte. Selbst ein Vergleich mit dem Frankfurt-Spiel 1995 wurde heran gezogen: Damals war ein 5:2-Auswärtssieg der Bayern vom DFB am grünen Tisch in eine 0:2-Niederlage umgewandelt worden, weil die Bayern in der 2. Halbzeit verbotenerweise einen vierten Amateurspieler(!!) eingewechselt hatten – was für ein Spiel entscheidender Vorteil für den FCB, was für ein Bayern-Bonus – Ironie off!

Apropos Amateur: Dieser vierte Amateur war damals ein gewisser Didi Hamann. Und warum SKY immer noch zu Lasten der Abonnenten Amateure …

Unter uns fairen Sportsfrauen und –männern: Selbst wenn das Regelwerk etwas anderes sagen sollte, wäre eine Spielwertung gegen Bayern aufgrund der geschilderten Tatsachen eine Peinlichkeit für den Fußball. Ein für den Spielverlauf völlig unwichtiger Spielabschnitt, der ungefähr ein Vierhundertstel der Spielzeit ausmachte, soll die Wertung eines klar gewonnenen Spiels kippen lassen? Ernsthaft?

Enttäuschende Reaktionen aus Freiburg

Eigentlich hätte ich von den Verantwortlichen in Freiburg, allen voran vom mit „Sympathie-Bonuspunkten“ überhäuften Christian Streich unmittelbar nach Schlusspfiff erwartet, dass sie angesichts des Spielstandes und der kompletten Unwichtigkeit der entstandenen Situation sportlich (und) fair bestätigen, dass an der Korrektheit des Ergebnisses kein Zweifel besteht und sie dies als sportlich faire Verlierer natürlich nicht anfechten würden. Das Gegenteil war der Fall, Streichs „Eiertanz“ auf der PK nach dem Spiel war bezeichnend. Für mich eine riesengroße Enttäuschung!

Schiedsrichter-Experte stellt richtig

Auch Sky-Schiedsrichter-Experte Alexander Feuerherdt von „Collinas Erben“ sprach nach dem Spiel über mögliche Konsequenzen. Demnach müssen die Bayern keinen Punktverlust befürchten. Feuerherdt: „Das kann ich mir nicht vorstellen. Ist in den 20 Sekunden etwas passiert, das Einfluss gehabt hätte? Das war nicht so. Wäre ein Tor gefallen, wäre das etwas anderes gewesen. Es war wohl irgendeine Unstimmigkeit im Schiedsrichterteam(!!)…Sabitzer war auf dem Feld, obwohl Coman noch nicht runtergegangen ist. Man könnte darüber diskutieren, ob dann einer Gelb bekommt.“

Deutsche Meisterschaft entschieden

Nach der unverständlichen Spielansetzung gegen Mönchengladbach am 18. Spieltag, als die Hälfte der FCB-Spieler wegen Corona ausgefallen war, sollte der DFB / die DFL nicht ein zweites Mal versuchen, die Deutsche Meisterschaft künstlich spannend zu halten, indem dem FCB aufgrund von irgendwelchen dubiosen Regeln die drei Punkte von Freiburg aberkannt werden. Dass Borussia Dortmund in der Saison 2021/22 kein würdiger Meister wäre, sollte seit der gestern Heimpleite gegen RB Leipzig mehr als klar sein.


Titelbild: Die Bayernkurve feiert in Freiburg mit den Spielern das 4:1. Der Support war grandios – leider ging dies nach der zuletzt heftigen Kritik an den eigenen Fans unter. Einmal mehr war ein anderes Negativ- bzw. Empörthema wichtiger … bitter!

24 Kommentare zu „Wechselchaos, Media-Gegacker – aber auch enttäuscht von Christian Streich

  1. So schaut’s aus – ich hab gestern auch kurzzeitig, bedingt durch die Berichterstattung, befürchtet, dass sich in den Tiefen den Regelbuchs eine mir unbekannte Regel befindet, die uns das Spiel wegnehmen könnte. Nachdem ich mich mittlerweile mit einem Schiedsrichter unterhalten und verschiedene Interviews wahrer Experten, nicht von Didi 🙈, gehört habe, ist die Sorge vollends weg (beispielsweise war Felix Zwayer, gestern VAR in besagtem Spiel, gestern im Sportstudio). Es kann und darf nicht für Freiburg gewertet werden!

    Zu meinem Namensvetter in Freiburg: Auch ich bin ein stückweit enttäuscht von ihm, aber „schenk“ ihm das als Emotion nach Abpfiff. Er zeigt sich in 999 von 1000 Fällen als absolut fairer Sportsmann und würde das nicht zu hoch hängen.😉

    1. Zu Christian Streich: Das Wechselchaos war ja unmittelbar nach dem Spiel entscheidenden 1:3 … da war der Breisgauer Vulkan sicherlich gerade am Kochen … und auch direkt nach dem Abpfiff hätte ich es auch verstanden.
      Nicht mehr auf der PK … da hat er „taktiert“ … das war weitab von einem wirklich fairen Sportsmann. Dass er das gestrige „Wechselchaos“ in einem Topf mit dem Bierbecherwurf in Bochum gebracht hat, war sicherlich kein Zufall und hat wohl aufgezeigt, was er wirklich denkt und erhofft.
      Ich lasse mich aber von ihm und den Freiburgern gerne noch eine besseren belehren … 😉

  2. Ich stimme Dir voll und ganz zu, lieber Peter: sollten die Freiburger tatsächlich Widerspruch gegen die Wertung dieses Spiels einlegen, wäre das nicht nur peinlich , sondern im Grunde auch ein Zeichen von mangelndem Fair-Play. Aus so einer unbedeutenden Kleinigkeit ggf noch einen Vorteil in Anbetracht eines sportlich längst entschiedenen Spiels erlangen zu wollen, wäre zutiefst enttäuschend. Das sage ich ausdrücklich als jemand, der den Freiburgern mit nicht unerheblichen Sympathien gegenüber steht! Ich würde völlig vom Glauben (woran eigentlich: an das Gute im Fußball etwa? Träum weiter El Tren…) abfallen. Eine Meisterschaft, die nur künstlich spannend gehalten werden soll, braucht kein Mensch. Habe die Ehre, Amigos!

  3. Regel 3:
    Bei einem Wechsel darf der Auswechselspieler das Spielfeld allerdings erst betreten, wenn der zu ersetzende Spieler das Spielfeld verlassen hat, außerdem darf dies nur während der Schiedsrichter das Spiel unterbrochen hat. Bei einem Vergehen hat der Schiedsrichter den fehlbaren Spieler wegen unsportlichen Betragens zu verwarnen und weist Ihn an das Spielfeld wieder zu verlassen. Außerdem wird das Spiel mit einem indirekten Freistoß für das gegnerische Team fortgesetzt, an dem sich der Ball zum Zeitpunkt der Unterbrechung befand.

    1. Die nun viel zitierte Regel 3 😉
      Aber was besagt sie im Kontext der gestrigen Vorkommnisse?
      Ich weiß nicht, wie alt diese Regel schon ist. Im Wortlaut betrifft sie wohl vor allem die Verhältnisse bei Amateurspielen ohne 4. SR. In Profispielen wird dies ja alles von diesem geregelt – aber der hat offensichtlich gestern „geschlafen“. Er hat ja den „Sabi“ ganz offiziell auf das Spielfeld gelassen (während das Spiel natürlich unterbrochen war). Warum hat er nicht / hat niemand darauf aufgepasst, dass kein Spieler das Feld verlassen hat?
      Und ein Ball, den man direkt durch einen SR-Ball erhält, ist sicherlich nicht schlechter als ein indirekter Freistoß – zumal die Szene knapp vor dem Strafraum der Freiburger war … 😉

  4. Auf den Social Media Seiten gibt es ein großes, zu 99% positives Echo zu diesem Kommentar zu den „Geschehnissen“ in Freiburg.

    Das mit dem „geistigen Zustand jünger Mütter“ habe ich mir tatsächlich mehrmals überlegt, ob ich mir das in der heutigen leider viel zu häufig humorlosen Gesellschaft erlauben kann. Ich habs dann getan und mir dafür ein(!) „Völlig daneben“ eingehandelt.

    Aber: Es bleibt im Text. Es passt zur gestrigen Situation. Meiner Meinung nach ist es tatsächlich fast schon unfassbar, dass der Teammanagerin des FCB so ein Fehler unterläuft. Trotzdem eigentlich gar nichts Schlimmes, sondern viel eher etwas zum Schmunzeln.

    Genau dieser Ausspruch kam von einer Frau, die ihren eigenen Mann mehr als unter Kontrolle hat 😉 und dabei herzhaft lachen konnte … sie meinte „eine gewisse Unkonzentriert“ bei den jungen Müttern. Ihre Ausdrucksweise über den eigenen „geistigen Zustand“ war aber noch viel krasser, schonungslos ehrlich. Noch mehr würde sie über eine empörte Verteidigung der jungen Mütter durch das männliche Geschlecht lachen …. 😉

    1. FC Bayern Total kann versichern, dass es den Autoren mega peinlich wäre, wenn der FC Bayern versuchen würde, eine klare Niederlage auf dem Spielfeld aufgrund einer nicht Spiel entscheidenden Lappalie am grünen Tisch in einen Sieg umzuwandeln.

      Eine andere Sichtweise seitens des Vereins ist kaum vorstellbar und wäre extrem enttäuschend.

      Das ist Charaktersache und hat mit Fairness zu tun. Jeder der dies anders sieht, kann einem nur leid tun.

  5. Ach, chrish98, ja, es ist schlimm, „dass sich in den Tiefen den Regelbuchs eine mir unbekannte Regel befindet“.
    Aber ich fürchte, in den Tiefen des BGB/HGB/… befinden sich eine auch Menge dir unbekannte Gesetzte, die aber (so fürchte ich weiterhin) trotzdem eine gewisse ‚Gültigkeit‘ besitzen – Aber: Gelten die dann nicht?

    1. Was will uns der Autor, der aufgrund des „Künstlernamens“ mit einer „-willi“-Endung ganz klar als Freiburgfan zu identifizieren ist, damit sagen?

      Dass das Regelwerk im Zweifelsfall auch zu Gunsten des „großen FCB“ gebeugt wird? Bayern-Bonus? Sorry, das ist eine sehr böswillige Unterstellung!

      Das ganze Gedöns um den permanenten „Bayernbonus“ ist schlichtweg genauso albern, wie die generelle Aussage, dass alles am SCF – Vorstand, Mannschaft, Trainer, Fans – sympathisch ist. Nicht erst seit dem üblen „Golfball-Attentat“ auf Oliver Kahn 2000 wissen wir, dass in Freiburg bei Weitem nicht alles Gold ist, was glänzt. Das gilt im speziellen Maß für die SCF-Fans. Hoffentlich nicht für den Trainer …

    2. @schubbiaschwilli Sorry, aber der Kommentar ist eine reine Themaverfehlung. Mit dem Passus der “unbekannte(n) Regel” wurde lediglich impliziert, dass diese Situation so selten im Profifußball vorkommt, dass die Regelanwendung mir – und offensichtlich auch Millionen anderen Menschen- in dem Moment nicht geläufig war.
      Nur zu dumm für die jammernde Freiburger Fanszene ist, dass im Regelbuch eine solche Szene wie am Samstag klar geregelt ist. Nach den Fußballregeln muss der unberechtigt am Spiel teilnehmende Spieler vom Schiedsrichter gelb sehen und Freiburg maximal einen indirekten Freistoß erhalten. Das liest sich nicht nach Spielabbruch. Im Nachhinein kann maximal über eine Gelbe Karte für Sabitzer diskutiert werden, aber hier liegt der regeltechnische Fehler klar beim 1. oder 4. Offiziellen.
      Bevor Sie jetzt noch auch mit dem Märchen kommen, hätte Schlotterbeck nichts gesagt, wäre Bayern ins Verderben gelaufen, will ich gleich vorbeugend damit aufräumen: Felix Zwayer, amtlicher VAR am Samstag, hat im Sportstudio bestätigt, dass der Linienrichter/4.Offizielle bereits via Funk die Spieleranzahl überprüft hat.
      Wäre der Jung-Nationalspieler also nicht zu Christian Dingert gelaufen, wäre die Causa also innerhalb der nächsten 5-10 Sekunden aufgefallen…

      PS: Mir liegt es sehr fern, zu behaupten, alle Gesetze des BGB/HGB zu kennen. Die Frage nach der Gültigkeit scheint ein verbales “Mimimi” eines Freiburgers zu sein…

      1. Vielleicht habe ich mich ja in dir getäuscht – Du weißt ja schon, wie entschieden wird, und das auch warum. Du kennst auch alle Hintergründe, und wer wann was wusste und warum, und auch, was geschehen wäre, wenn Schlotterbeck nicht zum Schiri… – Ach, ein Träumchen! Auch die kognitive Leistung, vom -willi auf den SC Freiburg zu schließen – Respekt! Und bis 11 oder 12 zählen kannst du auch noch? Du scheinst also einer der cleveren Bajuwaren zu sein – Hast du deine Bewerbungsunterlagen schon an die Säbener Straße geschickt? Der große FCB braucht Leute wie dich!

      2. @schubbiaschwilli Um Udo Jürgens zu zitieren: „Vielen Dank für die Blumen!“
        Um Florian Silbereisen zu zitieren: „Bayern-Buam san stark und g’scheit!“
        Extra Bavariam non est vita – Habe die Ehre😂

      3. @ schubbiaschwilli

        Kobiashwili, Iashwili, Tobias Willi, „Gwinna willi“ (Richard Golz) – ein georgisches Relikt aus Zeiten, in welchen der SCF tatsächlich noch ein Sympathieträger war … Spätestens seit gestern hat der Verein – samt Trainer und vor allem seinen Fans – diesen Nimbus verloren …

        Und merke: Der Bajuware an sich ist clever und es bedarf für ihn keiner großartigen „kognitiven Leistung“ in diesem Kontext einen „Willi“ einem Freiburger Fanatiker zuzuordnen. Das Rätsel war eher das „schubbiasch“ … Der Verdacht war jedoch auch da von Anfang an: Hört sich schon ein bisschen wie „Schwurbler“ an …

        PS: Nachdem dein Text eher Provokationen, weniger Sachinhalt beinhaltet, schließt hiermit „unsere Konversation“ …

  6. Es gibt nun mal Regeln. Und warum sollten die nicht konsequent angewandt werden? Dafür sind die da, egal, welche Mannschaft es betrifft. Stellt euch vor, es wäre das letzte entscheidende Spiel um die Meisterschaft und gegen Bayern gewesen???
    Also, Regeln anwenden, ansonsten kann man ja bei allen Regeln Ausnahmen erfinden!

    1. Lieber Hans,
      wer behauptet denn, dass die Regeln „nicht konsequent angewandt werden“ sollen?
      Dazu SR Zwayer, der VAR-SR am Samstag: „„… Nichtsdestotrotz ist es natürlich in der Verantwortung des Schiedsrichterteams, den Wechsel regelkonform durchzuführen. In der Praxis wird es so gehandhabt, dass die Aufgabe dem Vierten Offiziellen überlassen wird.“
      Und jetzt stellen wir uns vor, es tritt tatsächlich in den nächsten Jahren der Fall ein, dass die Bayern am letzten Spiel – z.B. bei einem Spiel in Freiburg – noch 3 Punkte benötigen, um Deutscher Meister zu werden. Das Spiel läuft jedoch gegen Bayern und 5 Minuten vor Schluss steht es 3:1 für den SCF … und dann passiert genau das, was am Samstag passiert ist … Wahrscheinlich wird es dann auch ein kleines Durcheinander geben … das Spiel wird fortgesetzt, die Bayern machen sogar noch das 2:3 … trotzdem ist die Meisterschaft futsch.
      Welche Reaktion erwarte ich vom FCB? Den Freiburgern zum Sieg und dem neuen Deutschen Meister XY zur Meisterschaft gratulieren – charakterlich korrekt und fair!
      Wer anders denkt, ist definitiv kein fairer Sportsmann! Alle bisher angeführten Vergleiche und auch viele Regeln sind nicht zutreffend.
      PS: Denken Sie selbst definitiv anders? Haben Sie selbst mal Wettkampfsport betrieben? Würden Sie gerne durch ein abstruses Schlupfloch einen Titel gewinnen? Mal bitte genau reflektieren! Danke!

  7. Sorry liebe Bayern Fans aber wenn ich diesen Artikel lese, dann fällt mir wieder einmal auf, wie weltfremd ihr eigentlich seid. Ist ja vielleicht auch normal, wenn man so von Erfolg verwöhnt ist wie ihr. Aber aus eurer überlegenen Position kann man leicht fordern, dass andere, kleinere Vereine wie in dem Fall der SC Freiburg, FairPlay walten lassen sollen und auf einen Einspruch verzichten sollen. Freiburg hat die Chance dieses Jahr in die Champions League einzuziehen. Das was für Bayern normal ist, wäre für den SC Freiburg ein Jahrhundert Ereignis. Und was glaubt ihr, wie sich die Freiburger fühlen, wenn sie keinen Einspruch einlegen, bloß weil sie lieb und nett und fair sein wollen, und am Ende fehlen Ihnen vielleicht ein oder zwei Punkte zur Champions League Teilnahme? Bei euch Bayern wäre das ein kleiner Betriebsunfall der spätestens nach einem Jahr wieder korrigiert wäre. Für Freiburg wäre das eine entgangene Riesen Chance, die nicht sehr oft kommen wird. Davon abgesehen finde ich es mehr als arm, jetzt die ganze Schuld nur beim DFB zu suchen beziehungsweise die Verantwortung dorthin zu schieben. Den Fehler habt erst mal ihr gemacht, ganz egal ob es die junge Mutter oder sonst irgend jemand beim FCB war. Deswegen, Ball flach halten und auch mal die anderen verstehen. Und nein, ich bin kein FC Bayern Hasser, aber auch kein Fan. Von daher denke ich, ich kann es einigermaßen neutral beurteilen. Ach ja, und zum Schluss: es spielt überhaupt keine Rolle, ob die Szene 15 Sekunden oder 15 Minuten gedauert hat. Und es macht auch keinen Unterschied, ob ihr daraus einen direkten Vorteil hattet oder nicht. Früher, als die Anzahl der Ausländer noch limitiert war, wurde man auch sofort für den vierten Ausländer auf dem Feld bestraft und zwar eindeutig mit der Wertung des Spiels für den Gegner. Da war es auch scheißegal, ob der vierte Ausländer in irgendeiner Form einen Vorteil für den Verein verschafft hat oder nicht. Dieses Argument geht also für mich völlig ins Leere. Ich bin ehrlich gesagt nicht regelkundig genug, um zu beurteilen, ob das wirklich eine nachträgliche Strafe für euch bringen könnte. Aber eins ist klar, wenn die Regel das besagen würde, dann müsstet ihr auch bestraft werden, wie gesagt, egal wie lange die Szene gedauert hat und ob es einen Vorteil für euch gebracht hat oder nicht.

    1. Es kostet wirklich große Überwindung, so einen Kommentar, der sehr wenig Fachkenntnis, dagegen durchaus kleinere Beleidigungen und Herabwürdigungen beinhaltet, zu genehmigen. FC Bayern Total macht es trotzdem.

      Auf die gehäufte Fülle von „Äpfel-Birnen-Vergleichen“ gehen wir bewusst nicht ein. Eine Sache lässt einen jedoch durchaus schmunzeln: Hier wird von Fairplay gesprochen. Und ja, der FCB würde wohl auf dem Weg zur 10. Meisterschaft in Folge selbst den Verlust dieser 3 Punkte verschmerzen können. ABER was ist mit den Konkurrenten vom „kleineren Verein“ SC Freiburg um die internationalen Plätze? Was sagen Leverkusen, Leipzig, aber vor allem Union (ein noch kleinerer Verein?) und Hoffenheim zu dieser Wettbewerbsverzerrung?

      Dem SCF würden wegen einer Lappalie 3 nicht auf dem Platz verdiente Punkte „geschenkt“ werden … Wie „verarscht“ müssen sich die anderen genannten Vereine vorkommen? Schon ein einziges Mal darüber nachgedacht? Apropos „weltfremd“ ….

    2. Sorry MIB, aber die Regeln sind nicht da, um kleine Vereine in die Champions League zu hieven. Ich wäre einer der ersten, der Freiburg zur Königsklasse gratuliert, sollten sie diese erreichen. Ja, es wäre sicherlich eine Besonderheit, mit den vergleichsweise kleinen Mitteln die CL zu erreichen. Aber im Ernst: Habt ihr Freiburger keinen Badener Stolz mehr im Leib? Wollt ihr wirklich geschenkte Punkte?
      Eigentlich hatte ich euch anders in Erinnerung.,,

    3. Das ist doch totaler Blödsinn… Was meinen Sie was passiert, wenn der SCF wegen 3 geschenkte Punkte in die CL einzieht und zB RBL oder Hoffe es wegen den 3 Punkten verpassen…? Das werden die dann nicht so hinnehmen… Aber ich vergaß, es geht ja um Freiburg in der CL, da muss man halt auch Punkte am grünen Tisch ergaunern um das zu erreichen… Hätte Streich nicht gleich bei der PK so auf den Vorfall in Bochum gepocht, der hiermit überhaupt nichts zu tun hat, dann hätte ich eventuell noch etwas Glaubwürdiges an der Sache vom SCF gefunden, aber so, schlechte Verlierer und noch schlechterer Charakter…

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