„Die neuen Könige Europas“ – legendäre FCB-Geschichte

Am 23. April 2013 spielten die Bayern eines der besten Spiele ihrer Vereinsgeschichte. Mit breiter Brust –aufgrund der äußerst souveränen Viertelfinal-Auftritte gegen Juve und einer überragenden Bundesligaserie – traten sie im Champions League Halbfinal-Hinspiel in der heimischen Arena gegen den FC Barcelona, die wohl weltbeste Mannschaft der vergangenen 7, 8 Jahre an. Vor den Spielen gab es keinen Favoriten, internationale Fans hätten aber wohl eher auf Barca getippt. Es wurde eine Machtdemonstration des Münchner FCB.

Die Stimmung in der restlos ausverkauften Arena war überragend, obwohl der harte Kern der Fanszene aufgrund von Differenzen mit dem Verein einen Support verweigerte. Die restlichen Bayernfans im Stadion machten dieses Manko mehr als wett.

Jupp Heynckes Startelf sah wie folgt aus:

Neuer – Alaba; Boateng; Dante; Lahm – Martinez; Schweinsteiger; Müller – Ribéry; Robben; Gomez.

Der FC Barcelona trat mit all seinen Stars – unter ihnen das glorreiche Trio Xavi, Iniesta, Messi – an.

Es war ein von der ersten Minute an intensives rassiges Spiel: Barcelona mit dem bekannten Ballbesitzfußball, die Bayern quasi mit jeder Aktion gefährlich. In der 25. Minute erzielte Thomas Müller nach einer Ecke per Kopf das verdiente 1:0. Dies war auch der Halbzeitstand.

In der 2. Halbzeit spielten die Bayern wie in einem Rausch – die katalanischen Spieler wirkten teilweise fassungs- und wehrlos, resignierten mehr und mehr. Die Bayernfans peitschten ihre Mannschaft pausenlos nach vorne, ebenfalls zum Teil ungläubig wegen des Geschehens auf dem Rasen. Jeder im Stadion erwartete eine gewaltige Schlussoffensive Barcelonas. Diese kam jedoch nie – im Gegenteil: Die Bayern bauten ihren Vorsprung für das Rückspiel immer weiter aus: 2:0 Mario Gomez (49.) – 3:0 Arjen Robben (73.) – 4:0 Thomas Müller (82.).

Das große Barca wurde vernichtend geschlagen, demoralisiert – allen voran der Weltstar Leo Messi. Bezeichnend für das Spiel spielte ihn Franck Ribéry in der Entstehung des 3:0 schwindlig, so dass er sich auf dem Hosenboden wiederfand.

In La Liga spielte Barcelona in der Saison 2012/13 eine überragende Serie: Mit 100 Punkten und einem Torverhältnis von 115:40 nach 38 Spielen wurde man mit 15 Punkten Vorsprung auf Real Madrid äußerst souverän spanischer Meister. Messi wurde mit sensationellen 46 Toren Europas Torjäger des Jahres („Golden Shoe“). Keiner konnte sich das Debakel in München so richtig erklären. Deshalb dazu …

Die Stimmen der internationalen Presse zu diesem denkwürdigen FCB-Sieg

SPANIEN

Marca: „Skandalöses Schützenfest, historische Tracht Prügel!. Messi zeigt eines der schlechtesten Spiele, das man von ihm in Erinnerung hat.“

AS: „Barcelona – das Ende einer Ära. Bayern-Tanz gegen Barca. Hätte Messi überhaupt spielen sollen? Er war verwundet an Körper und Seele, hatte kein Tempo, keine Fähigkeit, ins eins gegen eins zu gehen. Messi war ein Schatten seiner selbst. Er wurde von der Bayern-Abwehr komplett annulliert, war anonym – er scheiterte, und Barca ging mit ihm unter. Das Desaster ist total. Ein Faustschlag, von dem sich Barca nur schwer wird erholen können.“

Sport: „Der traurigste Sant Jordi (Feiertag des katalonischen Schutzpatrons am 23. April, d.Red.). Das war nicht Barca. Messi war eine verlorene Seele. Es war ohne Zweifel eine der schwärzesten Nächte der besten Mannschaft der Welt. Wofür all der Ballbesitz, wenn man nicht zum Abschluss kommt? Hat diese Mannschaft einen Plan B? Es ist offensichtlich, dass diese Niederlage ein Ende markiert. Bayern hat das Potenzial, der nächste Champion zu sein.“

El Mundo: „Blau-karminrotes Waterloo. (Schiedsrichter, d.Red.) Kassai macht schlimmste Fehler – aber auf beiden Seiten. Messi, unfähig zu sprinten, hatte keinerlei Einfluss. Das Vögelchen Barcelona landet im bayerischen Schlund. Sagt Adios zum dritten Finale in Wembley!“

La Vanguardia: „Die Bayern zerquetschen das schwächste Barcelona des Jahres. Ein schwarzer Sant Jordi. Die deutsche Mannschaft hebt Barcelona aus den Angeln. Bayern war eine schwindelerregende Maschine.“

El Pais: „Barcelona ist näher am Martyrium von Athen 1994 (0:4 im Endspiel gegen den AC Mailand, d.Red.) als an Wembley. Bayern voller Energie und Enthusiasmus. Für Barcelona war es ein Kreuzweg. Es lohnt sich nicht, auf die Genesung von Messi zu warten, dazu ist Barcelona zu verängstigt.“

El Periodico: „Die Bayern quälen ein sterbendes Barca. Bayern erteilt Barcelona eine Lektion, eine brutale Tortur, die auch in Jahrhunderten nicht vergessen sein wird. Ohne den verletzten Messi stand Barcelona nackt da. In München ging eine Epoche zu Ende.“

La Razon: „Die Bayern liquidieren Barca, zertrampeln Barca, das ‚ohne‘ Messi spielt.“

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: „Bayern über alles! Barca vernichtet. Eine deutsche Symphonie versenkt die Spanier 4:0. Mit kaltem Zynismus und heißer Wettkampflust richtet Bayern Barca hin. Das Resultat entspricht den Machtverhältnissen auf dem Spielfeld.“

Corriere dello Sport: „Messi verabschiedet sich von der Champions League, Bayern hat das Finalmatch schon in der Tasche. FC Bayern scheint heute die Mannschaft zu sein, die Barcelona bis gestern war. Bayern ist heute das perfekte Team.“

Tuttosport: „Bayern-Fest. Jetzt kann man sagen, dass Juventus gegen Marsmenschen verloren hat. Die deutsche Dominanz gegen den Rivalen war total.“

Corriere della Sera: „FC Bayern: Technik und Muskeln zerstören Barcelona. Die Deutschen sind einfach super, Messi ist orientierungslos. Messi wird in die Schlacht geschickt, obwohl er nicht laufen, vielleicht nicht einmal gehen kann. Die Bayern-Spieler sind Menschenfresser des Fußballs.“

La Repubblica: „Bayern versenkt Barca. Die Deutschen demütigen die Katalanen. Messi ist nur noch der Schatten seiner selbst. Die Bayern erteilen Barca eine echte Fußballlehre. Sie versenken die kleinen spanischen Toreros, die nie wirklich gefährlich geworden sind.“

ENGLAND

The Sun: „Bayern nimmt Barca auseinander. Lionel Messi und Co. überwältigt von den deutschen Riesen, die ihren Platz im Champions-League-Finale nächsten Monat in Wembley besiegelten.“

The Guardian: „Bayern München zerquetscht Barcelona unter Führung von Thomas Müller. Am Ende war es eine Demütigung. Barcelona hat den Ruf, gnadenlose Prügel auszuteilen. Jetzt wissen sie, wie man sich auf der anderen Seite fühlt.“

The Times: „Der Riese ist gestürzt. Nach dem Sieg von Bayern München droht eine Machtverschiebung. Es wird wohl als eine der großen europäischen Nächte in die Fußball-Geschichtsbücher eingehen, in der die Grundfeste erschüttert wurden.“

Daily Mail: „Eins, zwei, drei, vier! Die deutschen Giganten sind bereit für Wembley.“

The Telegraph: „Das war brutal und schön zugleich. Das war die hochmoderne Bayern-Maschine in Vollendung. Flüssiges Konterspiel, intelligente Laufwege und überragende Technik bei höchstem Tempo.“

FRANKREICH

L’Equipe: „Der Angriff von Barcelona gleicht einer Wüste. Wie erwartet hatte Barca viel Ballbesitz, aber wusste damit nichts anzufangen – im Gegensatz zu den Spielern von Jupp Heynckes. Die Katalanen waren nie eine echte Bedrohung für die Bayern.“

ÖSTERREICH

Kurier: „Bayern führen Barcelona vor. In der Kunst bezeichnet ein Finale den Schlussteil einer Aufführung. Schluss ist noch nicht im Duell zwischen Bayern und Barcelona. Aber nach dem 4: 0-Hinspielsieg in München dürfen die Bayern einen Seitenblick auf das Finale wagen.“

SCHWEIZ

Blick: „Bayern demontiert Barca. Niemand wird nach diesem Spiel sagen, Bayern hätte zu Unrecht gewonnen. Zu spritzig treten die Münchner auf. Zu dominant, zu kompakt, zu schnell. Und zu schwach ist Barcelona. Erschreckend schwach.“

NORWEGEN

VG: „Bayern fügt Barcelona die hässlichste Auswärtsniederlage aller Zeiten zu. Müller stellt Messi vollkommen in den Schatten. Es ist eine seltene Kost, Barcelona vollständig chancenlos zu sehen. Die überlegenen Bayern ließen die Katalanen mit einer außerordentlichen Leistung aussehen wie eine gewöhnliche Fußballmannschaft.“

SCHWEDEN

Expressen: „Die Schlachtung – Es sollte spannend werden, schwierig und eng. Es wurde eine Deklassierung. Bayern pulverisierte Barcelona mit 4:0 und fügte ihnen damit die größte Niederlage aller Zeiten zu.“

Aftonbladet: „Bayern München kam mit elf Martial-Arts-Kämpfern, elf Mitteldistanzläufern und elf Balletttänzern. Javi Martinez und Bastian Schweinsteiger kontrollierten das Mittelfeld vollständig mit einer Synthese aus Brutalität und Brillanz. Bayern zeigte keine Schwachstellen auf, sondern machte den Eindruck, alle denkbaren Arten des Fußballspiels zu beherrschen.“

DÄNEMARK

Ekstra Bladet: „Bayern regiert Europa. Die neuen Könige des Fußballs spielten Barcelona in einer völligen Machtdemonstration an die Wand. Barcelona war die vergangenen fünf bis sechs Jahre ohne Zweifel das beste Team der Welt. Aber jetzt übernehmen die Bayern, und für Fußball-Liebhaber gibt es keinen Grund, deshalb zu weinen.“

All diese internationalen Kommentare zum Spiel ließen einen vor neun Jahren als Bayernfan vor Stolz (nahezu) platzen!

2 Kommentare zu „„Die neuen Könige Europas“ – legendäre FCB-Geschichte

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