FCB-Geschichte – dank Titan und Pizza zum Pokalsieg über die Eintracht

Fanbeitrag zum Finalsieg 2006

Heute vor 16 Jahren, am 29. April 2006, gewannen die Bayern zum 13. Mal den DFB-Pokal. Der Gegner in einem klassearmen aber hochspannenden mehr Fight als Spiel im ausverkauften Berliner Olympiastadion hieß Eintracht Frankfurt. Den letztendlich verdienten Sieg des hohen Favoriten sicherten Claudio Pizarro mit seinem Kopfballtor zum 1:0-Endstand nach einer Ecke von Zé Roberto (59. min.) und Oliver „King-Kahn“ mit einer Monsterparade in der Schlussphase des Spiels.

Der Titan nach dem Spiel in der für ihn typischen (Jubel-)Pose.

Das Spiel damals passte zum nasskalten Wetter – schon auf der Fahrt von München nach Berlin am Tag zuvor gab es teilweise Schneefall – und das Ende April!

Und die Anhängerschaft der Eintracht zählt – auch nicht in den direkten Fanblöcken – zu den unangenehmsten in ganz Deutschland. Das wissen die Ultras des FCB, aber auch wir „normale Bayernfans“ mussten dies an jenem Fußballabend wieder einmal feststellen. Als kleine Information für die „Fußballromantiker“ gedacht, die den Frankfurter Fanhorden im Europapokal zujubeln.

Natürlich habe ich mich sehr über den Finalsieg der Bayern gefreut, aber viele negative Begleitumstände um das Spiel herum und in Berlin vermiesten mir den Münchner Triumph doch ziemlich.

Zu den positiven Highlights zählte da schon das kurze Fußballfachsimpeln mit einem Kellner in einer spanischen Kneipe, in welche wir zur Siegesfeier eingekehrt sind. Der junge Spanier war Valencia-Fan und trauerte immer noch der vergebenen Siegchance von 2001 nach …

Und auf dem Weg zum Lokal zeigte sich mein Fußball-Kumpel Edgar als großzügiger Fan und wahrer Entertainer. An einem einigermaßen abgelegenen U(?)-Bahnhof auf einen Zug wartend saßen wir neben einem Berliner, der eigentlich gar nicht nach Fußballfan aussah. Er grummelte ständig „Sch***-Bayern … Sch***Bayern“ vor sich hin. Da stand Edgar plötzlich auf, zog zuerst seine warme Jacke und dann das – allerdings nicht Original- FCB-Trikot aus, welches er darunter trug. Zu unserer Verwunderung und Belustigung drückte Edgar dieses dem völlig verdutzten Berliner mit den Worten „damit du auch mal was G´scheits hast“ in die Hand. Das Gesicht des Dauernörglers, der anschließend kein Wort mehr sagte – übrigens auch nicht „Danke“ – werde ich nie vergessen. 😉   (Edgar hatte übrigens unter dem Bayern-Shirt noch einen Pullover an)

Als uns dann tief in der Nacht ein Taxifahrer, welcher sich als fanatischer Erdoganfan entpuppte, zu unserem Quartier in Köpenick fuhr, war meine Stimmung jedoch leider ziemlich im Eimer …

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Ganz ehrlich, nach den Erfahrungen an jenem Pokalendspieltag hatte ich ein paar Jahre lang keine Lust mehr darauf. Nicht auszumalen mit welcher Laune ich zurückgekehrt wäre, hätte Bayern zudem verloren … Mein DFB-Pokalendspiel-Comeback gab ich erst wieder zu den Schlachten gegen den jetzigen Mimimi-Club aus Lüdenscheid Nord.

Titelbild: Claudio Pizzaros 1:0. Viele Frankfurter behaupten noch heute, dass er dabei seinen Gegenspieler foulte … Mimimi …

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