„Wertschätzung“ – das „Fußball-Unwort des Jahres“ – zumindest beim FC Bayern

Gestern hat FC Bayern Total eine Umfrage gestartet, warum sich viele FCB-Anhänger so wenig über die 10. Meisterschaft in Serie freuen können, eine Erfolgsserie, die einmalig in allen europäischen Topligen ist.

Das Interesse, die Beteiligung der FCB-Fans war sehr groß, hier auf der Seite, aber noch viel mehr in den Social Media.

Der Begriff, der in den erfreulich sachlichen Diskussionen am häufigsten aufgetaucht ist, ist der der Wertschätzung. Sehr viele Fans scheint es maßlos zu ärgern, dass offensichtlich viele Bayern-Profis eine gesteigerte Wertschätzung des Vereins in Form von immer höheren Gehaltszahlungen einfordern, selbst aber aktuell ihre Leistungen derart herunter gefahren haben, dass man dies als mangelnde Wertschätzung gegenüber den Fans betrachten muss. Denn diese müssen trotzdem die teuren Ticketpreise bezahlen.

Soweit richtig in Erinnerung wurde das Wort Wertschätzung zum ersten Mal im Fußball- bzw. FCB-Kontext 2014 beim Wechsel von Toni Kroos zu Real Madrid benützt. Beim Alaba-„Hickhack“ 2020/21 tauchte der Begriff schon ziemlich häufig auf  und seit Niklas Süle seinen Wechsel zum BVB bekanntgegeben hat, wird er nahezu inflationär im Zusammenhang mit Bayernspielern gebraucht. Zunächst war Wertschätzung so etwas wie ein „Running Gag“, mittlerweile ist dieser Begriff jedoch auch Basis vieler Wutreden und –statements von Bayernfans. Bringt ein Spieler nicht die von ihm erwünschte Leistung, wird sofort spöttisch kommentiert, dass er wohl nicht genügend Wertschätzung seitens des Vereins erfahren würde. Besonders Spieler, welche sich aktuell in Vertragsverhandlungen befinden, werden automatisch mit diesem Begriff konfrontiert.

Eine ernst gemeinte Frage in die Fußballrunde: Hat eigentlich jemals einer der Spieler selbst dieses Wort in den Mund genommen? Speziell bei den aktuellen FCB-Spielern können wir uns nicht daran erinnern …

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

4 Kommentare zu „„Wertschätzung“ – das „Fußball-Unwort des Jahres“ – zumindest beim FC Bayern

  1. Langsam bekomme ich einen dicken Hals, was wollen denn manche Fußballprofis an Wertschätzung denn noch? Verdienen mehrere Millionen an Euro im Jahr, brauchen sich um nichts zu kümmern nicht um einen arzttermin noch sonstige Termine, davon kann manch ein Normalsterblicher nur träumen.

  2. Das hat schon Züge von Söldnertum! Wie hart müssen wir unsere Brötchen verdienen, und die Spieler denken nur an mehr Geld! Dann spielt mit den Amateuren, die haben wenigstens noch Bock am Spielen!

  3. Die Reise der Fans zum Auswärtsspiel nach Mainz um den Meister zu sehen, wurde von den anwesenden Spielern extrem ‚nicht wertgeschätzt‘….

    Aber wir brauchen nicht drum rum zu reden, es geht im Profifußball ausschließlich um Kohle und noch ein bisschen mehr Kohle. Anscheinend fängt in Spielerkreisen Wertschätzung bei 20 Mio. p.a. Plus an…
    Irgendwann wurde mal erzählt, die Clique um Kimmich und Gnabry möchte in den nächsten Jahren viel gemeinsam erreichen (sportlich). Das Ansinnen (Ehrgeiz) gerät dann scheinbar schonmal schnell in den Hintergrund.

    1. Hast du in dieser „Clique“ mit Absicht mit Goretzka den „wichtigsten Mann“ – vor allem was soziale Statements (auch in die Tat umgesetzt) betrifft – vergessen?

      Und einem Kimmich mangelnden Ehrgeiz vorzuwerfen, ist … naja …

      Generell ist es erschreckend, welch „Wutpotenzial“ bei den FCB-Fans aufgestaut ist. (Du musst dich da jetzt weniger angesprochen fühlen, du äußerst dich vergleichsweise dezent) Wäre diese Wut geringer, wenn die Bayern in gut 2 Wochen im CL-Finale antreten würden?

      FC Bayern Total wird sich selbst noch ausführlicher zu all diesen Kritikpunkten äußern – zumindest zu den sachlichen. Vieles ist jetzt doch leider wieder aus dem Ruder gelaufen. Wir haben aber nicht zensiert …

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