FC Bayern – wie fängt man einen „wild gewordenen“ Weltfußballer ein?

Kommentar eines enttäuschten (Ex-)Lewy-Fans

Nach der unwürdigen medialen Posse um den wechselwürdigen FCB-Stürmer Robert Lewandowski in den letzten Wochen, welche zunächst von seinem Berater Pini Zahavi angeheizt worden war, dann aber auch vehement von ihm selbst in seiner polnischen Heimat, dachte man, dass bis zum Ende der Nations League Spiele Mitte Juni eine Art Waffenruhe einsetzen wird. Weit gefehlt – der aktuelle Weltfußballer tritt in einem polnischen Podcast noch einmal heftig nach. Eine aus FCB-Fan-Sicht extrem enttäuschende Strategie der sich steigernden Eskalation kommt immer mehr zum Vorschein. So viele fatale Übersetzungsfehler vom Polnischen ins Deutsche können gar nicht passiert sein, dass dies nicht offensichtlich und Fakt ist.  

Im laut Medienberichten am vergangenen Freitag stattgefundenen Interview mit dem polnischen Podcast OnetSport legt Lewandowski noch einmal eine Schippe drauf:

„Ich will den FC Bayern nur noch verlassen. Respekt und Loyalität sind wichtiger als Arbeit. Etwas ist in mir gestorben … Ich gehe, weil ich mehr Emotionen in meinem Leben haben möchte. Sie wollten mir nicht bis zum Ende zuhören. Etwas in mir ist erloschen. Und es ist unmöglich, darüber hinwegzusehen. Selbst wenn du professionell sein willst, kannst du es nicht wiedergutmachen.“

Eine Wortwahl, die man einem finanziell kühl kalkulierenden Profifußballer normalerweise kaum zutraut. Ein Sprachspiel wie einem schwülstigen melodramatischen Film aus den 1950er Jahren entnommen. Eine Inszenierung, die im Kontext des hoch dotierten Profifußballs irgendetwas zwischen lächerlich und unverschämt ist.

Apropos unverschämt, er legt sogar noch einmal nach. Einen erzwungenen Verbleib in der kommenden Saison kann er nicht akzeptieren – und schickt gleich noch so etwas wie eine Warnung an seinen Arbeitgeber hinterher: „Wozu? Was für ein Spieler will dann zum FC Bayern kommen, wenn er weiß, dass ihm so etwas passieren könnte?“

Das Melodramatische verwandelt sich hier in eine Art – durchaus strafbare – Rufschädigung. Er warnt all seine Berufskollegen vor den Handlungsweisen seines aktuellen Vereins und Arbeitgebers. Unfassbar!

Dann wird es wieder melodramatisch:

„Wo bleiben da Loyalität und Respekt? Ich war immer bereit, ich habe acht schöne Jahre hier verbracht, ich habe so viele wunderbare Menschen kennengelernt und ich möchte, dass es so in meinem Kopf bleibt.“

Richtig, Robert Lewandowski – Wo bleiben da Loyalität und Respekt?!

Das fragen sich mittlerweile auch die vielen Millionen FCB-Fans, die dich über Jahre für deine sportliche Leistung verehrt, bewundert und angefeuert haben. Zugegeben – geliebt wurdest du nie. Und es wird immer deutlicher warum. Deine Fans haben dich immer wieder gegen den Vorwurf verteidigen müssen, du wärst ein charakterloser Söldner … Das werden jetzt nicht mehr allzu viele tun. Professionell auf dem Platz ja, aber …

Sollten sich tatsächlich die Herren Salihamidzic und Kahn – in deinen Augen – dir gegenüber nicht korrekt verhalten haben (dazu später mehr), warum weitest du diese Verärgerung neben den Fans auch auf deine Mitspieler aus? Mit den von dir getätigten Äußerungen ziehst du auch sie in den Schmutz: Aus deinem „Was für ein Spieler will dann zum FC Bayern kommen, wenn er weiß, dass ihm so etwas passieren könnte?“ kann man problemlos auch schlussfolgern „Was für ein Spieler bleibt beim FCB, wenn er weiß, dass ihm so etwas(!!) passieren könnte?“

Wenn ich bei der Auswahl eines charakterstarken Spielers zwischen Robert Lewandowski und Thomas Müller, Manuel Neuer, Joshua Kimmich und Leon Goretzka entscheiden müsste … Übrigens habe die vier Genannten jüngst in München verlängert!

Zu guter Letzt: „Ich denke, es wird am besten sein, eine gute Lösung für beide Seiten zu finden und nicht nach einer einseitigen Entscheidung zu suchen. Das ergibt keinen Sinn„.

Aberwitzig! Denn wer tut gerade genau dies nicht? Es sollte klar sein: Wenn Lewandowski einen seriösen Verein findet, der dem FC Bayern eine anständige Ablösesumme (in der Größenordnung von 50 Millionen EURO) zahlt und dies auch auf saubere Art und Weise (nicht wie z.B. von Vidal nach Barcelona!), dann werden die FCB-Bosse anfangen nachzudenken. Und damit es keine einseitige Entscheidung ist, brauchen die Bayern auch noch einen adäquaten Ersatz. Vielleicht sollten die Vereine wirklich Frenkie de Jong und Lewandowski 1:1 tauschen. Vom Holländer sind zumindest keine Charakterschwächen bekannt.

Fast hat man schon vergessen, was offensichtlich der Beginn dieser Schmierenkomödie war:

Laut Piranha Pini Zahavi reagierten die Bayern nicht auf den Wunsch der Lewandowski-Seite im Herbst 2021, den bis zum 30. Juni 2023 laufenden Vertrag um zwei weitere Jahre zu verlängern – es versteht sich von selbst, dass dies auch noch einmal zu erhöhten Bezügen des sowieso bestbezahlten FCB-Spielers hätte erfolgen sollen. Lewandowski wollte seine Zukunft und die seiner Familie abgesichert sehen … 😉

Die Forderungen eines bei Vertragsende (2023) 35-jährigen Multimillionärs in Coronazeiten, in welchen die meisten Normalbürger den Gürtel viel enger schnallen müssen!

Die Bayern sahen offensichtlich keine Eile für Verhandlungen – bei einer noch anderthalbjährigen Laufzeit durchaus nachvollziehbar. Außerdem hätte man dann sofort(!) monatlich noch mehr überweisen müssen. Die Bayern reagierten laut Medienberichten verspätet mit dem Angebot einer Vertragsverlängerung bis 2024 – zu einem Monatsgehalt, bei dem kein Familienmitglied der Lewandowskis hätte hungern müssen …

Wo bitte, Herr Zahavi, Herr Lewandowski, sind hier die Ansatzpunkte für ein derartiges Theater? Und laut eigenen Aussagen geht es nicht einmal um Geld … soll man da lachen oder weinen?  

Die Überschrift lautet „FC Bayern – wie fängt man einen „wild gewordenen“ Weltfußballer ein?“

Wirklich ganz schwer, weil eine derartige Eskalation seitens des Polen nicht ansatzweise zu erwarten war. Zumindest für einen seiner früheren gutgläubigen Fans. Wie viele Eskalationsstufen kommen noch von Lewandowski, Zahavi & Co? Welche Rolle spielt der klamme FC Barcelona? Wechsel in die katalanische Hauptstadt hatten auch in der Vergangenheit häufiger ähnliche Muster gehabt …

Vielleicht ist nun das Beste tatsächlich, den Ball in der Form zurückzuspielen, dass man eine satte Ablösesumme abruft. Wenn diese – bis zu einem Zeitpunkt X – bezahlt wird, kann Lewandowski gehen. Wenn nicht, MUSS er bleiben und u.a. für vereinschädigende Äußerungen hohe Strafen zahlen – entsprechend seinem fürstlichen, nein königlichen Gehalt.

Bitterer geht es kaum – Lewandowski war auf dem Weg zur Vereinslegende, jetzt ärgert man sich fast schon über jede der Duftmarken, die er in Form von Rekorden gesetzt hat. Gut, dass offensichtlich der legendäre Bundesligarekord von 365 Toren der wahren FCB-Legende Gerd Müller bestehen bleiben wird. Vielleicht nun wirklich für die Ewigkeit!

2 Kommentare zu „FC Bayern – wie fängt man einen „wild gewordenen“ Weltfußballer ein?

  1. Traurig und schade ich glaube da steckt nur der Berater hinter und die 10 Mio die er unbedingt haben möchte 😪😪😪😪

  2. Naja sobald ein gewisser Berater beteiligt ist wird es immer dreckig. zahavali ist halt durch und durch ein Geschäftmann und genau so führt er seine Transfers. DRECKIG!

    Er wirbelt schlamm aus und sorgt für Dramen sodass ein Verein gar keine andere wahl hat den Spieler zu verkaufen.

    Das einzige was man da tun könnte wäre Lewandowski auf die Bank zu stellen für 1 Jahr…

    Doch ganz ehrlich? Damit wäre ja auch keinen geholfen. Genau das weiß Zahavi und deswegen ist die Tactic erfolgreich.

    Denn sein wir mal ehrlich. merkwürdigerweiße sind seine Spieler immer total unglücklich und haben komplett neue Träume. Das er an mehreren Regel Brüchen beteiligt war muss da garnicht erst mehr erwähnt werden!

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