Wie viel Lewandowski steckt hinter der sehr mäßigen FCB-Rückrunde?

Als einst großer Fan des Fußballers Robert Lewandowski hat man es aktuell wahrlich nicht einfach. Die Art und Weise, wie er und sein Berater Zahavi seinen Wechselwunsch „Barca oder PSG – Hauptsache Italien!“ bzw. „Nix wie weg aus München“ durchpeitschen, schmerzt den FCB-Fan mit Leib und Seele. Lewy , der Fußballheld, auf den Spuren des legendären Gerd Müller, jeder neue Rekord, jede Bestmarke wurde gefeiert – und jetzt?

Lange hoffte man, dass sich die FCB-Verantwortlichen mit ihrem einheitlichen „Vertrag ist Vertrag – basta!“ durchsetzen würden, im Hinterkopf sogar auf die Gedankengänge von Uli Hoeneß hoffend: „Wenn Lewy noch eine erfolgreiche Saison bei Bayern spielt, mal schauen, ob dann nicht sogar noch verlängert!“ Diese Hoffnungen schwinden mehr oder mehr. Immer mehr Details aus den letzten Monaten tauchen auf.

Wenn nicht das klamme Barca, dann zahlt vielleicht Paris die Ablösesumme von 50 Millionen EURO, die die Bayern laut Medienmeldungen als Schmerzgrenze für ihre Handlungsbereitschaft in Richtung Spielerwechsel nun doch aufgerufen haben (sollen).

Was beunruhigt, sind die vielen kleinen (und größeren) Meldungen, die gerade neben dem Wechselgefecht aufpoppen. Hat man vor zwei, drei Monaten dem offensichtlichen Maulwurf in der Bayernkabine, der sich darüber beschwerte, dass Lewandowski – anders als z.B. Müller und Kimmich – die jüngeren Spieler ignorieren, gar respektlos behandeln würde, noch nicht besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt, so ändert sich gerade vieles.

Nein, es geht hier nicht um schmutzige Wäsche waschen bzw. um eine Abrechnung mit einem Abtrünnigen, es geht darum, den bislang ziemlich unerklärlichen Leistungsabfall einer ganzen Mannschaft in der Rückrunde zu erklären. Bislang waren die Hauptargumente dafür die vielen Corona-Ausfälle, längerfristige Verletzungsausfälle von Führungs- und Stammspielern, die ungewöhnlich vielen Nebenkriegsschauplätze …

Wenn aber nun Meldungen über sog. Arroganzanfälle des Weltfußballers auftauchen, vor welchen nicht einmal sein Trainer Nagelsmann gefeit war, dann fängt man an, in gewisse Richtungen zu denken. Sollte es tatsächlich wahr sein, dass Lewandowski eine ihm nicht gefallende Idee seines Coaches mit dem Hinweis auf die 41 Bundesligatreffer der Vorsaison abkanzelte, dann ist dies tatsächlich eine harte Nummer. Das untergräbt die Autorität des jungen Trainers und die Moral der gesamten Gruppe.

Ganz neu sind Berichte, wonach auch der sensible Leroy Sané, der im Spätherbst grandios aufgespielt hatte, dann aber in eine fast schon unerklärliche Leistungskrise geriet, zunehmend genervt von Lewandowskis Egoismusanfällen war. (   https://www.90min.de/posts/fc-bayern-leroy-sane-eiszeit-lewandowski-mane-transfer-aufschwung/partners/44334 )

Ist das alles nur die Spitze des Eisbergs? Wie viele Spieler hatten tatsächlich Probleme mit dem Polen? Thomas Müller äußerte sich zuletzt, dass er auf einen Verbleib der FCB-Tormaschine der letzten acht Jahre hoffe. Andere Spieler äußerten sich entweder nicht oder zurückhaltend. Ist es tatsächlich möglich, dass eine Spieler-Diva die Stimmung eines gesamten Teams derart verschlechtert, dass dieses im Kollektiv mindestens eine Klasse schlechter als zuvor spielt? Hoffentlich erfolgte das nicht vorsätzlich, ein gewisses Ziel verfolgend …

Dies sind bislang nur noch nicht bestätigte Gedankengänge … aber sie mögen erlaubt sein … und es werden wahrscheinlich noch viel mehr Details ans Licht kommen … auch wenn man sich dies ganz anders wünscht!

Fazit:  Selbst wenn von den Meldungen nur ein Teil wahr sein sollte, erscheint es immer weniger sinnvoll, mit dem polnischen Weltfußballer in die nächste Saison zu gehen … der Gedanke daran tut immer noch weh … aber die Vernunft sollte siegen.

PSG – übernehmen Sie! 😉  

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

2 Kommentare zu „Wie viel Lewandowski steckt hinter der sehr mäßigen FCB-Rückrunde?

  1. PACTA SUNT SERVANDA!!!
    Dass sich ein viele Millionen verdienender Superstar aus seinem Vertrag ekeln kann, um noch mehr Millionen zu verdienen, und das ohne allzu großen Aufschrei in der Sportwelt (und den social medias), dass das ein achselzuckend zur Kenntnis genommener, fast schon normaler Vorgang ist, ob er nun Dembélé heißt oder Aubameyang, ist unerträglich und sagt viel über unsere Gesellschaft aus. Möglicherweise heißt so einer auch Lewandowski, schwer zu glauben und – falls es tatsächlich so ist – extrem enttäuschend. Hoffentlich stimmen diese Gerüchte nicht.

    1. Bei einer Vielzahl (der Mehrheit?) an Bayernfans ist Lewandowski definitiv unten durch. Diejenigen, die ihn verteidigen werden immer weniger …
      Was an allen Gerüchten tatsächlich wahr ist, wissen nur die direkt Beteiligten … und haben dann wohl auch noch einmal eine unterschiedliche Sichtweise.
      FC Bayern Total hat deshalb noch keine abschließende Saison-Analyse mit einer Bewertung des Leistungsabfalls von Hin- zu Rückrunde geschrieben, weil eventuell hierin die (wahren / hauptsächlichen) Gründe für die Öffentlichkeit versteckt waren. Geht Lewandowski im Sommer, wird noch sehr viel (Schmutziges) an die Oberfläche kommen … was immer davon dann wirklich wahr ist …

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