Nach Mané-Coup – Vertragsverlängerung für Brazzo?

Nachdem er in der jüngeren Vergangenheit für seine Transferpolitik viel Kritik hatte einstecken müssen, hat Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic laut Kicker durch den Transfer von Sadio Mané nicht nur den FCB-Kader gestärkt, sondern zeitgleich vereinsintern auch sein Standing. Dies könnte nun dazu führen, dass die zuletzt auf Eis liegenden Vertragsgespräche um seinen eigenen Vertrag in Bälde wieder aufgenommen werden.

Der frühere FCB-Profi (1998-2007)wurde am 31. Juli 2017 vom Verein als neuer Sportdirektor vorgestellt– er beerbte damit Matthias Sammer, welcher ein Jahr zuvor krankheitsbedingt seine Position als Sportvorstand aufgegeben hatte. Knapp drei Jahre später (1. Juli 2020) stieg er zum Sportvorstand auf und feierte ein paar Wochen später mit der auch von ihm zusammen gestellten Mannschaft die Champions League und das zweite Triple der Vereinsgeschichte.

Lange konnte er diesen Triumph nicht genießen, die Abgänge von Thiago, Alaba, Süle und auch das aktuelle Wechseltheater um Lewandowski wie u.a. auch die Transfers von Sarr, Roca, Sabitzer wurden alle hauptsächlich ihm zur Last gelegt. Zahlreiche Fans und Medien sahen ihn in seiner Position hoffnungslos überfordert bis total fehl am Platz.

Durch die aktuellen Transfers von Noussair Mazraoui, Ryan Gravenberch und nun vor allem Sadio Mané scheint sich das Blatt nun aber zu Brazzos Gunsten gewendet zu haben. Die z.T. langen Verhandlungen über die Ablösesummen haben sich als goldrichtig heraus gestellt. Von den verpflichteten Spielern kommen lobende Worte für den Verein, aber auch für Brazzo im Speziellen. https://fcbayerntotal.com/2022/06/16/ruecksichtsvoller-umgang-mit-den-spielern-grund-fuer-gravenberchs-entscheidung-pro-bayern/

Offenbar ist der 45-Jährige Sportvorstand maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich Mané für den deutschen Rekordmeister entschieden hat. Demnach hat er früh die Chance erkannt, dass der senegalesische Nationalspieler offen für einen Abschied vom FC Liverpool ist und sich frühzeitig um diesen bemüht. Mit der Verpflichtung des afrikanischen Superstars ist ihm nun ein echter Coup gelungen, welcher sich nun auch positiv auf seine eigene Zukunft an der Säbener Straße auswirken könnte.

Brazzos Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2023. Aktuell kann er in Ruhe auf die Verhandlungen über die Fortsetzung seines eigenen Vorstandsvertrags warten – ob diese nun sehr zeitnah stattfinden oder nicht.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

6 Kommentare zu „Nach Mané-Coup – Vertragsverlängerung für Brazzo?

  1. Bleibt zu hoffen, dass die diesjahrigen Neuzugänge besser spielen als die vom Sommer 2021. Andernfalls wird es sowohl für das Team als auch für Brazzo schwer.

    1. Ich hoffe eher, dass es nicht wieder einen so unerklärlichen(?) Einbruch gibt …

      Die 2021er Neuzugänge (Upamecano; Sabitzer, wenn der noch einmal darf) habe ich nicht ganz so schlecht gesehen, vor allem Upa nicht. Was viele nicht mitbekommen haben: Der war z.B. in der sog. BL-Scorerliste mit 7 Torbeteiligungen (1 Tor; 6 Vorlagen) der 8. beste FCB-Spieler – vor ihm nur Offensivkräfte und Kimmich.
      Insgesamt habe ich die IV 2021/22 auch besser gesehen als 2020/21 mit Alaba und Boateng – und das lag nicht an Süle 😉
      Bei Sabitzer ist alles schief gelaufen, was schief laufen konnte: keine Vorbereitung bei Bayern, Verletzungen, Coroa … dann war das Selbstvertrauen weg …

      Wenn Bayern den Weg der Vorrunde 2021/22 weitergeht, dann ist es wieder Titelkandidat in allen Wettbewerben – unabhängig von der Zukunft von Lewandowski.

  2. „Der war z.B. in der sog. BL-Scorerliste mit 7 Torbeteiligungen (1 Tor; 6 Vorlagen) der 8. beste FCB-Spieler – vor ihm nur Offensivkräfte und Kimmich.” – Gut für ihn. Das Problem ist nur, dass er gekauft wurde, um seine Gegner davon abzuhalten, Tore zu erzielen. Und davon hat er mich nicht überzeugt. Ich hoffe, dass er in der nächsten Saison erfolgreich sein wird.

    1. Nicht nur gut für ihn, auch für die Mannschaft, den Verein und uns Fans 😉

      Ganz im Ernst (wirklich!): In seiner Kernkompetenz, dem Toreverhindern, war Upa selbst in dieser „fehlerhaften Saison“ besser als es Alaba jemals gewesen ist (auch jetzt in Madrid). Der junge Franzose hat eben ein paar brutale Böcke gebaut – und wenn es im Spiel nur einer war und er ansonsten stark gespielt hat, wurde im TV nur diese eine Szene 100x gezeigt. Das wusste er auch und das hat ihn brutal verunsichert.
      Alaba ist für mich defensiv eine Klasse schwächer als Upamecano – wie oft hat der einfach Defensivzweikämpfe vermieden … damit hat er keinen Zweikampf verloren und der Kollege hatte die A-Karte. Übrigens auch eine „Kernkompetenz“ von Süle in der letzten Saison …

      PS: Ich erwarte von Bayern 2022/23 eine insgesamt(!) bessere Saison als die gerade abgelaufene … und wieder: egal ob mit oder ohne den polnischen Weltfußballer.

  3. Brazzo musste jetzt einfach liefern, sonst wären die Argument für eine Vertragsverlängerung in Anbetracht der zuletzt beobachtbaren Entwicklungen durchaus überschaubar gewesen. Der Kader war einfach viel zu dünn, der Aderlass nach 2020 mittlerweile unübersehbar. Ich verfolge ihn nach wie vor eher kritisch (das hat verschiedene Gründe), möchte aber anerkennen, die aktuellen Transfers sind sowohl von der sportlichen Potenz wie auch von den zur Verpflichtung eingesetzten Finanzmitteln richtig gut. Mit Freuden vernehme ich, dass damit noch nicht Schluss sein soll, man hat wohl auch in der Führung endlich eingesehen, den Kader nicht zu sehr auf Kante zu nähen. Bleibt jetzt nur zu hoffen, dass man sich nicht wieder auf den (zu Recht) erworbenen Lorbeeren ausruht und auch in den nachfolgenden Spielzeiten punktuell Verstärkungen einflechten kann und will.

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