Spektakulärer Saisonauftakt in Frankfurt: Europa League Sieger gegen Deutschen Meister

Es herrscht allgemein in Fußball-Deutschland eine große Vorfreude auf die neue Bundesligasaison, obwohl diese – einmalig in ihrer Geschichte – für fast 2 ½ Monate wegen der Winter-WM in Katar unterbrochen wird. Nach dem Lewandowski-Abgang hegen viele nicht FCB-Fans die Hoffnung, dass die 10-jährige Dominanz der Münchner beendet werden kann, während wiederum die meisten FCB-Fans fest daran glauben, dass Saison 1 nach dem Weltfußballer besser werden wird als die letzte Spielzeit mit ihm. Passend zu diesem Szenario hat die DFL – mit dem BVB-Geschäftsführer Aki Watzke als Aufsichtsratvorsitzendem – eine spektakuläre Eröffnungspartie ausgesucht: Die Bayern müssen bei ihrem Angstgegner, dem amtierenden Europa League Gewinner Eintracht Frankfurt, antreten. Der Ärger der Bayernfans, dass die langjährige Tradition, dass der amtierende deutsche Meister die Saison ZUHAUSE eröffnet, zum zweiten Mal in Folge außer Kraft gesetzt wird, ist noch nicht verraucht.

Auswärtsspiel in Frankfurt – die Eintracht tatsächlich ein Angstgegner?

Trotz des verdienten 1:0-Auswärtssieges der Bayern im Bundesliga-Spiel im Februar diesen Jahres wird die Frankfurter Eintracht von zahlreichen Medien, aber auch vielen eigenen Fans als Angstgegner des FC Bayern betrachtet. Das Hinspiel 2021/22 in München wurde – äußerst unglücklich – mit 1:2 verloren, ebenso die beiden Bundesliga-Auswärtsspiele zuvor in Frankfurt – 1:2 in der Saison 2020/21 und sogar 1:5 an einem grauen Novembertag 2019. Niko Kovac wurde daraufhin von Hansi Flick abgelöst. Allerdings hatte die Eintracht direkt davor eine ziemlich lange Heimspieldurststrecke gegen Bayern: Neun Jahre (2010 -2019) kein Sieg – bei drei Unentschieden und sechs Niederlagen, darunter das 0:5 im Supercup 2018.

Wir blicken auf die gemeinsame Historie der heutigen Gegner

Dass die Gesamtbilanz der beiden Vereine inklusive Oberligazeiten – 127 Spiele – 66 Bayernsiege – 26 Unentschieden – 35 Eintracht-Siege – 247:174 Tore – nicht viel deutlicher zugunsten der Bayern ausfällt, liegt vor allem an der negativen Auswärtsbilanz und der Tatsache, dass Frankfurt in den 18 Jahren Oberliga vor den Bayern anzusiedeln war.

Die Bundesliga-Bilanz alleine (nun die 52. gemeinsame Spielzeit) fällt wesentlich eindeutiger pro FCB aus: 102 Spiele – 56S – 22U – 24N – 205:125 Tore. Der Blick auf die Bundesliga-Auswärtsbilanz des FCB in Frankfurt deutet jedoch schon an, dass man nie besonders gerne in die Mainmetropole gereist ist: 51 Spiele – 15S – 16U – 20N – 65:76 Tore! Die Heimbilanz dagegen stützt die These, dass Frankfurt grundsätzlich die Punkte kampflos an die Isar schicken könnte: 51 Spiele – 41S – 6U – 4N – 140:49 Tore. Daran ändert auch die letzte äußerst unglückliche Heimniederlage nichts.

Legendäre Spiele

Ihre erste Deutsche Meisterschaft gewannen Kurt Landauers Bayern 1932 im Endspiel in Nürnberg gegen die Eintracht mit 2:0 (Torschützen Ossi Rohr und Franz Krumm). Und auch der allererste Bundesliga(Heim-)Sieg des FCB wurde gegen Frankfurt errungen: Am 2. Spieltag der Saison 1965/66 gewann man am 21. August 1965 mit 2:0 im Grünwalder Stadion vor 30000 Zuschauern. Rainer Ohlhauser erzielte in jenem Spiel in der 24. Minute auch das allererste Bundesligator des FC Bayern.

Interessant auch, dass – trotz des insgesamt sehr positiven Torverhältnisses pro FCB – die Eintracht die beiden höchsten Siege in diesem Duell erzielte: jeweils mit 6:0 – 1961 in der Oberliga und 1975 in der Bundesliga (höher verlor der FCB auswärts nie in der Bundesliga).

Auf Bayernseite bleibt vor allem (neben einigen 5:0-Siegen gegen Frankfurt) das 7:2 im Olympiastadion vom Frühjahr 1981 in Erinnerung. Der Sieg bedeutete eine gewisse Vorentscheidung im Meisterkampf gegen den HSV und kam auf außergewöhnliche Art und Weise zustande: Bis zur 54. Minute stand es noch 0:0, dann fielen in 36 Minuten neun Tore (Bundesliga-Rekord). Paul Breitner schoss drei der sieben Bayerntore, ein Weitschuss in den linken Torwinkel bleibt besonders in Erinnerung.

Absolut unvergessen bleibt die Bundesligapartie am 18. September 1999 in Frankfurt: Die Eintracht führt zur Halbzeit mit 1:0, verschießt sogar noch einen Elfmeter. Sammi Kuffour knockt bei einem Abwehrversuch Oliver Kahn mit einem Kniestoß gegen die Schläfe aus. (Titelbild) Der Ersatztorhüter Bernd Dreher verdreht sich nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung sein Knie ganz schlimm. So muss sich der Feldspieler Michael „Tanne“ Tarnat als Dritter das FCB-Torwarttrikot überstreifen – und kann mit seiner Mannschaft nach dem Schlusspfiff einen 2:1-Sieg feiern. Giovane Elber und ausgerechnet Sammi Kuffour drehen das Spiel mit ihren Toren zu Gunsten der Bayern.

Pokalbilanz

Die Europapokalbilanz des FC Bayern gegen Frankfurt – aus den UEFA-Cup-Jahren 1977 und 1980 stammend – ist die zweitschlechtesten der Europapokalhistorie des Vereins (negativ getoppt nur durch die verheerende Bilanz gegen Milan): 1 Sieg – 3 Niederlagen – 4:11 Tore.

Im DFB-Pokal ist die Bilanz positiv aus Bayernsicht: 4 Siege, zwei davon in Frankfurt)* – 2 Niederlagen. Darunter die beiden Endspiele: 2006 – 1:0 dank Claudio Pizarro; 2018 – 1:3 – nein, ich schreibe jetzt nicht „dank Felix Zwayer“ 😉

)* Unvergessen der 1:0-Sieg in der 1. Pokalrunde am 19. August 1989 dank des Tor des Jahrzehnts von Klaus Augenthaler.

Siehe:  https://www.sportschau.de/tor-des-monats/archiv/chronik80er/august1989tdm-sp-100.html

Tipp FC Bayern Total für die heutige Partie: 3:1 für Bayern

Wir bleiben optimistisch und nix Angstgegner!

Die Bayern werden heute von Beginn an dominant – wie beim Supercupspiel in Leipzig – auftreten. Sie müssen natürlich die gefährlichen Konter der Frankfurter von Beginn an kontrollieren.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

4 Kommentare zu „Spektakulärer Saisonauftakt in Frankfurt: Europa League Sieger gegen Deutschen Meister

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