Nagelsmann zu Brazzos Aussage, dass FCB-Trainingseinheiten besser als manche Bundesligaspiele sind

Am Mittwochabend hatte Sportvorstand Hasan Salihamidzic nach dem souveränen Pokalauftritt der Bayern von der aktuellen Mannschaft geschwärmt: „Wenn Sie sich unsere Trainingseinheiten anschauen: Die sind wirklich besser als manche Bundesliga-Spiele.“ So etwas sorgt natürlich sofort für reichlich Gesprächsstoff in Richtung arrogante Bayern gehend.

Julian Nagelsmann wurde deswegen auch auf der heutigen PK vor dem Union-Spiel auf diese Aussage seines Sportvorstands angesprochen.

Der FCB-Coach dazu: „Wir wollen da keinem Bundesligisten zu nahe treten. Wir haben dieses Jahr einen sehr guten Geist, eine sehr gute Stimmung, auch inhaltlich. Die Jungs geben Gas. Im Spiel hat man natürlich nochmal einen anderen Druck als im Training. Die Bundesliga ist ein Ergebnis-Wettbewerb. Wir trainieren sehr gut.“

Salihamidzic kann sich davon fast täglich von seinem Büro an der Säbener Straße aus ein Bild von den Trainingsleistungen machen. So hatte er nach dem 5:0 in Köln ergänzt: „Gegen Viktoria war es genau das, was wir uns vorgenommen haben. Wir hatten viele Wechsel, aber alle hatten die richtige Einstellung. Das wünscht man sich: Dass in der Mannschaft so ein Konkurrenzkampf herrscht.“

Auf der heutigen PK wurde diese leistungsfördernde positive Konkurrenzsituation von einem der anwesenden Journalisten als eine möglicherweise für die Spieler belastende Konstellation hinsichtlich der limitierten Startelfplätze interpretiert, woraufhin Nagelsmann richtig stellte:

Es ist nicht nur die Aufgabe des Trainers, die Dinge richtig einzuschätzen, auch die Spieler müssen die Entscheidungen akzeptieren und emphatisch reagieren. Dann haben wir eine höhere Chance, erfolgreich zu sein. Wir haben jetzt einen größeren Konkurrenzkampf, das ist bei Bayern München normal. Es ist wichtig, dass die Stimmung gut bleibt. Jeder Spieler muss alles dafür tun, dass das so bleibt.“

Aus zahlreichen Statements der Spieler geht hervor, dass auch sie diese Konstellation als erfolgsversprechend und leistungsfördernd einschätzen.

Zu guter Letzt noch eine kurze Anmerkung zu Brazzos „Arroganz-Statement“: Ohne genau bestimmen zu können, wann so eine Aussage über die Qualität der Trainingseinheiten beim FCB zum ersten Mal getätigt wurde – es ist schon verdammt lange her. 100%ig fiel sie nahezu inflationär in der ersten Triplesaison 2012/13 unter Jupp Heynckes und zu Guardiola-Zeiten sowieso … Zum ersten Mal aber wohl schon wesentlich früher … Hitzfeld-Ära (speziell 1998-2001)?

Ein ausgeprägtes Bewusstsein der eigenen Stärke sollte nicht als Arroganz ausgelegt werden!

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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