Nagelsmann ohne Sorge: Sadio Mané wird dem Bayern-Spiel noch „seinen Stempel aufdrücken“

Nach einem glänzenden Start bei den Bayern – vier Tore in den ersten vier Pflichtspielen (Supercup in Leipzig, Bundesliga) schwächelte Sadio Mané zuletzt als Scorer und auch in das Kombinationsspiel seiner Mitspieler war er nur selten eingebunden, so auch am Dienstag gegen den FC Barcelona.

Dies ist dem sympathischen Senegalesen selbst natürlich nicht verborgen geblieben. „Natürlich kann ich es viel besser. Das weiß ich“, erklärte er der Journalisten-Schar nach dem Match gegen Barça, in dem der Neuzugang aus Liverpool gegen die robuste Abwehr der Katalanen kaum in Erscheinung getreten ist.

FCB-Trainer Julian Nagelsmann griff seinem offensichtlich verunsicherten Schützling bereits vor der Begegnung unter die Arme und versuchte es mit einem Positionswechsel: Mané startete gegen Barça nicht in der Sturmspitze, sondern links dahinter – mit mäßigem Erfolg. Der selbstkritische Senegalese nutzte die veränderte Aufstellung allerdings nicht als Ausrede. „Ich habe fast mein ganzes Leben auf der linken Seite gespielt, deshalb war das für mich kein Problem.“

Sadio Mané war einer der schwächsten Münchner auf dem Feld, er hing bis zu seiner Auswechslung in der 70. Minute (Serge Gnabry kam für ihn in die Partie) in der Luft, verweigerte zweimal aus aussichtsreiche Position einen Schuss auf das Tor von Marc-Andre ter Stegen und war insgesamt kein Faktor im Spiel des Rekordmeisters. Stellvertretend eine Situation in der 40. Minute: Jamal Musiala setzte sich rechts im Strafraum geschickt gegen die katalanische Abwehr durch, passte scharf vor das Tor, aber Sadio und Thomas Müller standen sich in aussichtsreichster Position gegenseitig im Weg. Eine fast hundertprozentige Torchance verpuffte im Nichts.

Julian Nagelsmann bereitet diese Leistungsdelle von Afrikas Fußballer des Jahres 2022 offenbar noch kein Kopfzerbrechen: „Er ist ein Neuzugang, der in gewisse Abläufe natürlich noch reinkommen muss. Er wird unserem Spiel seinen Stempel aufdrücken.“

FC Bayern Total schließt sich dem Optimismus des FCB-Trainers an. Die letzten beiden Partien gegen Stuttgart und Barcelona waren zwar bislang seine schwächsten im Bayerntrikot – zuvor hatte er aber auch ein halbes Dutzend Mal Pech mit wegen Abseits und Handspiels aberkannten Toren. Vielleicht hat ihn dies auch etwas verunsichert, aber er wird definitiv noch eine große Rolle beim FCB spielen, idealerweise am Ende dieser Saison in den Play-Off Spielen in der Champions League, welche er unbedingt mit seinem neuen Verein gewinnen möchte. Mit dem LFC gelang ihm dieses Kunststück bereits 2019.

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Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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