Die Bayern beenden ihre Ergebniskrise – das Erfolgskonzept ist simpel

Nach zuvor vier sieglosen Spielen in der Bundesliga, ging es plötzlich wieder ganz einfach. Ohne sich verausgaben zu müssen, besiegten die Bayern das ebenfalls in der Champions League vertretene Bayer Leverkusen am Freitagabend mit 4:0. Am Tag vor dem Spiel hatte Julian Nagelsmann in der PK verraten, was passieren müsse, um endlich auch in der Bundesliga wieder ein Spiel erfolgreich zu beenden. Und exakt so ist es gegen die Werkself eingetreten.

„Wir hatten in den Spielen zu Saisonbeginn in Leipzig und Frankfurt immer ein frühes Tor als Dosenöffner. Dann hatten wir mehr Möglichkeiten und eine hohe Effizienz…“

Gegen Leverkusen gingen die Bayern bereits in der 3. Spielminute durch Leroy Sané nach herrlicher Vorarbeit von Jamal Musiala in Führung. Dabei wurde Sanés Schuss sogar noch leicht abgefälscht – Bayers Torhüter Lukas Hradecky wäre aber sowieso chancenlos gewesen. In den Bundesligaspielen zuvor waren derartige Versuche jeweils noch am Gegenspieler hängengeblieben oder durch eine Weltklasseparade der Torhüter gestoppt  worden. Hradecky hatte dieses Glück nicht – und erwischte im Gegensatz zu seinen Kollegen aus Gladbach, Berlin, Stuttgart und Augsburg auch keinen besonders guten Tag.

Durch das frühe Führungstor lief der FCB-Motor schon sehr früh auf Hochtouren, während der des Bayer-Teams quasi während des gesamten Spiels stotterte. Zu den Tormöglichkeiten kam auch die von Nagelsmann am Donnerstag erwähnte Effizienz. Bezeichnenderweise trafen auch alle Spieler, die beim 0:1 in Augsburg zum Teil beste Torgelegenheiten ausgelassen hatten: Sané, Musiala, Mané, Müller.

Und so war die Leistung gegen Leverkusen zwar absolut souverän und „Bayern-like“, aber keineswegs überragend. Die Spielstatistiken waren im FCB-Maßstab sogar nur mittelmäßig. In den letzten vier sieglosen BL-Spielen hatten die Bayern 92:29 Torschüsse, wovon 38:12 aufs Tor gingen – das machte im Durchschnitt 23:7 Torschüsse und 10:3 aus Tor beim einem durchschnittlichen Ballbesitz von 71,8% aus. Herausgekommen sind dabei insgesamt 4:5 Tore und ganze drei Punkte. Die Statistiken vom Leverkusenspiel: 20:10 – 9:5 – 61,8%! Und im Gegensatz zu den vorausgegangenen Spielen jubelte dieses Mal Manuel Neuer nach seiner hervorragenden Parade beim Stand von  3:0.

Wenn an den nächsten beiden Bundesligaspieltagen alles normal  läuft, sind die Bayern anschließend – nach den Spielen in Dortmund und gegen Freiburg – wieder Bundesligaspitzenreiter. Sollte es nicht so kommen, geht die (Bayern-)Welt auch nicht unter. Ein bisschen mehr Geduld mit den Protagonisten wäre auf alle Fälle schön.

Und vielleicht wird Julian Nagelsmann schon am Dienstag gegen Viktoria Pilsen in der Champions League zu seinem Glück gezwungen: Die Covid-19-infizierten Joshua Kimmich und Thomas Müller könnten durch Ryan Gravenberch und Mathys Tel ersetzt werden. Nicht wenige Fans wollten die beiden schon am Freitag gegen Bayer (länger) sehen …

Mia san mia!

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

4 Kommentare zu „Die Bayern beenden ihre Ergebniskrise – das Erfolgskonzept ist simpel

  1. Ich hoffe, das ist nicht die einzige Lösung (ein frühes Tor als Dosenöffner). Es wäre zu wenig. Ich glaube, wir haben ein Problem, wenn der Gegner das 1:0 macht. Mit Nagelsmann haben wir nur 3 von 14 solcher Spiele gewonnen (21%). Unter Flick waren 11 von 21 (52%!).

    1. Zunächst einmal war das der (simple) Weg, um aus dieser „Ergebniskrise“ zu finden … jetzt schauen wir mal weiter …

      Dieser sehr starke Prozentsatz unter Flick stammt aber wohl vor allem aus der Phase Ende 2020 / Anfang 2021, als man 8, 9x hintereinander in Rückstand geraten ist und nie verloren hat, oder?

      1. Ja. Zwischen September 2020 und März 2021 haben wir acht Mal gewonnen, nachdem der Gegner das erste Tor des Spiels erzielt hatte.

      2. Auf der anderen Seite haben mir die Bayern im selben Zeitraum 2021/22 spielerisch viel besser gefallen 😉

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