Oliver Kahn kontert die peinliche Aytekin-Erklärung

Nachdem der gebürtige Nürnberger Deniz Aytekin bereits im Vorfeld des deutschen Clásicos hatte verlauten lassen, dass er Franke und kein Bayer ist, konnte man aus Bayernsicht gestern auch keineswegs mit seiner Spielleitung zufrieden sein. Ein kurz vor dem Halbzeitpfiff nicht gegebener Platzverweis für den englischen Nationalspieler im BVB-Trikot, Jude Bellingham, sorgte bei den Bayern für Fassungslosigkeit. Der bereits verwarnte Dortmunder traf Alphonso Davies mit dem Fuß derart hart im Gesicht, dass dieser wohl mit einer Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste und zur Untersuchung ins Krankenhaus geschickt wurde. Bereits unmittelbar nach dem Spiel äußerte Aytekin, dass er die Partie nicht mit der eigentlich folgerichtigen zweiten Verwarnung für den BVB-Mittelfeldmann habe entscheiden wollen.

Heute legte der angeblich beste deutsche Schiedsrichter live im DoPa nach. Er habe dabei auch aus Empathie(!!) gehandelt, weil er Bellingham keinerlei Absicht unterstellen konnte, als der Alphonso Davies mit dem Fuß im Gesicht traf. Es hätte nicht zur Spielleitung gepasst, einen Platzverweis auszusprechen. 

Bei Oliver Kahn ist diese doch sehr fragwürdige bis unverständliche Erklärung alles andere als gut angekommen. Der Vorstandschef des FC Bayern nutzte für seine Unmutsäußerung sein Twitter-Account, um Aytekin zu kontern.

Wo war denn die Empathie von Dennis Aytekin bei der gelb-roten Karte für Kingsley Coman?„, fragte er ironisch und kommentierte damit die wohl entscheidende Spielsituation, welche den Ausgleichstreffer der Dortmunder überhaupt noch möglich gemacht hatte. Natürlich war diese Ampelkarte für die unnötige Aktion von Coman folgerichtig. Tatsache ist aber auch, dass ein taktisches Foul, eine leichte Umarmung des Gegenspielers wesentlich härter bestraft wurde als eine Attacke, die die Gesundheit des Gegenspielers nicht nur gefährdet, sondern nachhaltig geschädigt hat. Der Spielraum beim Bellingham-Foul an Davies wäre eigentlich lediglich gewesen, ob es glatt Rot oder nur eine Ampelkarte war. Nachzufragen bei Thomas Müller, welcher nach einer ähnlichen Aktion gegen seinen Gegenspieler von Ajax Amsterdam beim letzten CL-Gruppenspiel 2018 vom Platz gestellt worden war und dann die zwei Achtelfinalspiele gegen Liverpool verpasst hatte, nach welchen die Bayern dann auch noch ausschieden.

An den DFB und die deutschen – geographisch wenig orientierten – Fußballfans: Pfeift ein Nürnberger ein Bayernspiel, ist das so, als würde ein Gelsenkirchner ein BVB-Spiel leiten …

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

23 Kommentare zu „Oliver Kahn kontert die peinliche Aytekin-Erklärung

  1. „Keine Absicht unterstellt…“ – was ist das denn für eine Furz-Erklärung von Herrn Aytekin? Rot /Gelb-Rot hätte es also nur gegeben, wenn er ihm mit Absicht den Fuß gegen den Schädel drischt, oder was? Ich kann mich an eine solche Szene ehrlich gesagt nicht erinnern (von Cantonas Fußtritt gegen einen quengelnden Fan mal abgesehen…😑) und dafür wurde die Regel auch nicht eingeführt. Es geht hierbei letztlich lediglich um das klassische „gefährliche Spiel“ – und zwar in einem besonders gesundheits-gefährdeten Bereich (dem Kopf). Von notwendiger Absicht war dabei nie die Rede – die ist ja in Grunde auch nie wirklich im Spiel (wie jede/r weiß der/die selbst dieses wunderbare Spiel gespielt hat). Wer tritt denn seinem Gegenspieler „mit Absicht“ gegen den Kopf???? So eine Aktion würde eine krass lange Sperre nach sich ziehen, da geht es doch nicht um Rot oder nicht, sonder darum ob so jemand überhaupt wieder spielen darf!!!! Das ist somit alles Schwachsinn und keine „Erklärung“ des Schiedsrichters, warum er die Situation so bewertet hat.
    Hör mir doch auf!!!!! Die Spielleitung war sowieso von vorne bis hinten ein einziger Skandal (sh Bellingham, aber auch Schlotterbeck, und die im Vergleich zur Bellingham-Aktion völlig deplatzierte gegebene Gelb-Rote für Coman… )….

  2. Übrigens: Nachdem zuletzt immer häufiger „missverständliche“, dubiose, fragwürdige, ärgerliche Statements per BILD vom früheren Vorstandsvorsitzenden abgegeben worden sind, kann man mittlerweile heilfroh sein, dass Kahn übernommen hat.
    Seine gestrige Reaktion im Stadion beim 2:2 Ausgleichstreffer war menschlich-sympathisch. Mehr davon, Olli! Hatte der Kalle so etwas je drauf?

  3. Will man dieses Jahr unbedingt verhindern das die Bayern Meister werden? Diese gelb/rote Karte vom King ist ein Witz, da müsste doch das Foul von Bellinham tief rot sein. Dann noch solange nachspielen lassen, bis dieser Verein mit ihren gelben Leibchen den Ausgleich rein stolpern, unmöglich.

      1. Wir auch, Sabine. Kein DFB, kein Aytekin und schon gar kein BVB wird die Bayern daran hindern 😉 😉

      2. Hallo Sabine, auch ich glaube fest daran, nein ich bin überzeugt das Bayern Meister wird.

  4. Da gebe ich Anton recht es waren 4 Minuten nachspielzeit und KEINE 5 minuten damit die Zecken noch Gewinnen 😡😡😡

    1. Die Fehlentscheidung des Herrn Aytekin würde bleiben. Wahrscheinlich wäre es dann aber auch nicht zur Ampelkarte von Coman gekommen.

      1. Bemerkenswert schlimm fand ich heute zudem die krampfhaften Rechtfertigungsversuche der gesamten Dopa-Runde, warum es nur ja keine gelbe Karte war. Da fehlen einem glatt die Worte! Die Verzweiflung muss schon arg groß sein, wenn man mit solch dubiosen Mitteln wie der selbst ernannte Nicht-Bayer Aytekin agiert und dies auch noch medial protegiert wird. Allein, es wird ihnen nichts nützen, wenn die Meisterschale wieder an den FCB übergeht, dürfen diese Herrschaften dann gerne vor Wut in die nächste Tischkante beißen und daran ersticken!

      2. 100%ige Zustimmung.
        Der Hass gegen die Bayern, die Verzweiflung ob ihrer 10-jährigen Dominanz ist überall spürbar. Die Medien „geilen“ sich aktuell nahezu an der von ihnen selbst ausgerufenen „Bayernkrise“ auf. Jeder Strohhalm wird ergriffen. Ein peinliches Szenario. Hauptleidtragender: Julian Nagelsmann. Leider springen da auch viel zu viele FCB-Fans auf.
        Apropos peinlich: Aytekin, Gräfe, Kinhöfer… War es nicht 2018 so, dass kein einziger deutscher SR bei der WM pfeifen durfte? Was für eine Blamage und absolut zurecht … und das, obwohl die internationalen „Unparteiischen“ auch alles andere als super sind.
        Und die Medien: Bellingham wird dafür gefeiert, dass er sich bei Phonzie per Twitter entschuldigt … er spricht dabei von einer „collision“(!!!) …. Nachdem sich dieser „charakterlich so sympathische“ Jungspund 2023 hoffentlich aus der BL verabschiedet: Die Bayernfans haben im Frühjahr noch eine Gelegenheit, sich auch von ihm zu verabschieden … hoffentlich so dröhnend lautstark, dass er dies bis an sein Karriereende nicht vergisst!

  5. Ja, Bellingham hätte vom Platz fliegen müssen! Ansonsten habe ich in dem Spiel keine krasse Fehlentscheidung gesehen (die Gelbrote für Coman kann man definitiv geben, und 4 + 1 Minuten Nachspielzeit – wegen der Gelbroten – ist auch vertretbar). Bei den letzten „Clásicos“ waren es die Dortmunder, die sich oft über die Schiedsrichterleistungen beschwert haben (zum Teil zurecht, es gab einige fragwürdige Entscheidungen pro FCB wie ich finde, und sie wurden von uns dafür „Mimimi-Dortmunder“ genannt). Ich finde, unser FCB wurde diesmal zwar klar benachteiligt, trotz allem kann man mit dem 2:2 leben und das alles gehört auch irgendwie zum Fußball dazu. Bitte etwas mehr Souveränität im Bayern-Fanlager. Nix für Ungut!

    1. Hier wird ja nur über die „Empathie“ in den Fällen Bellingham / Coman geschrieben – da sind wir uns (noch) einig.

      Offensichtlich hat das Dortmunder Mimimi und die mediale Aufbereitung der letzten „Clásicos“ aber auch dazu geführt, dass selbst Bayernfans im Nachgang meinen, dass Dortmund benachteiligt wurde. Das stimmt aber definitiv nicht.
      Stellvertretend für dieses Szenario:
      https://fcbayerntotal.com/2022/05/21/uns-zieht-keiner-die-lederhosn-aus-die-bayern-schlagen-den-bvb-im-pokalfinale-2016/
      https://fcbayerntotal.com/2021/12/06/wiederholungstater-der-bvb-ein-extrem-schlechter-verlierer/

      Dass es keine weiteren „krassen Fehlentscheidungen“ gegen Bayern am Samstag gegeben hat, stimmt so leider auch keineswegs. Nur wurden die wieder(!) weitestgehend totgeschwiegen – was ja mittlerweile standardmäßige Berichterstattung fast an jedem BL-Spieltag ist:
      1) Bei einem weiten Ball wird Musiala von seinem Gegenspieler festgehalten. Man hätte sich eigentlich über eine Notbremse unterhalten müssen, weil der flinke Jamal andernfalls allein auf dem Weg zum Dortmunder Tor gewesen wäre. Was macht Aytekin: Er pfeift Foul GEGEN Musiala! Was macht der VAR: Nichts! Alleine schon, dass er angenommen hat, dass der Stürmer in so einer Situation zu klammern beginnt, beweist, dass dieser SR grundsätzlich keine Ahnung von Fußball hat und auf diesem Niveau nie und nimmer pfeifen sollte.
      2) Goretzka wird im BVB-Strafraum eindeutig am Fuß getroffen, lässt sich aber nicht fallen, weil er so ebenfalls ziemlich frei aufs Dortmunder Tor zugehen hätte können. Aytekin pfeift aber fälschlicherweise die Situation ab: Foul von Goretzka! Wahnsinn! Jetzt hätte sich der VAR einschalten MÜSSEN. KRASSE Fehlentscheidung – es hätte Elfmeter für Bayern geben MÜSSEN.

      Richtig: Souveränität ist absolut gefordert. ABER: Nur weil in der Vergangenheit nahezu alles falsch dargestellt und verdreht wurde, muss man sich nicht weiterhin alles gefallen lassen. Wenn man sich sachlich wehrt, ist es souverän.

  6. Es war doch schon vor dem Spiel klar, dass es wegen Aytekin wieder zu Diskussionen kommen würde. Mir ist der Mann hoch suspekt, seit er mal ein CL-Achtelfinale zwischen Barcelona und PSG komplett verpfiffen hatte (Endstand 6:1).

    So, wie er damals ein reiner Heimschiedsrichter war, war er auch dieses Mal ein reiner Heimschiedsrichter. Die beiden von dir erwähnten Schlotterbeck-Szenen (Musiala und Goretzka) zeigen das doch überdeutlich.

    Es fehlt bei ihm nicht viel, und wir haben einen „deutschen Byron Moreno“.

  7. Dortmund will nicht das Bayern Meister wieder werden soll, da haben sich die Dortmunder geschnitten, wer zu letzt laicht, lacht am besten, und das ist Bayern, am Schluss, da wird sich nichts ändern. Es gibt drei Wörter: Mia San Mia

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