Die FCB-Stimmen zum verdienten Sieg in einem „wilden Spiel“ in Berlin

Die Stimmen der Bayern zum gestrigen 3:2 bei der Hertha. Was beim Vergleich mit älteren Beiträgen zu Bundesliga-Spielen im Berliner Olympiastadion durchaus auffällt: Der schlechte Zustand des Berliner Rasens wird fast schon traditionell Jahr für Jahr erwähnt. Ist der eigentlich immer nur bei den Spielen gegen den technisch hoch überlegenen FCB so schlecht?

FCB-Coach Julian Nagelsmann:

Es war kein leichtes Spiel. Wir hatten in der ersten Hälfte gute Momente. Der Platz war nicht ganz so leicht zu bespielen. Insgesamt war es ein wildes Spiel, was viel hin und her ging. Wir haben 3:0 geführt, hatten bis dahin aber gar nicht so viele klare Situationen. Wir haben aus Situationen Tore gemacht, aus denen man nicht zwingend Tore machen muss. Die Führung war vielleicht etwas zu hoch. Dann kriegen wir in einer Phase, in der wir nicht mehr alles reingeworfen haben, das Gegentor und kurz darauf den Elfmeter. Es war interessant, wie wir aus der Pause kommen und uns dem Sturmlauf der Hertha entgegenstellen. Das haben wir gut gemacht, aber das vierte Tor nicht geschossen. So wurde es nochmal spannend. Wir haben alles reingeworfen. Es ist ein Spiel, das du gewinnen musst – das haben wir gemacht. Am Ende war es verdient, aber ein Tick spannender, als es sein musste.

Rückkehrer Manuel Neuer, der mit seinem 22. BL-Sieg gegen die Berliner Hertha einen BL-Rekord aufstellte (Kein BL-Spieler gewann jemals häufiger gegen ein BL-Team):

Ich bin froh, dass ich wieder zurück bin. Ich hätte mich über ein Zu-null-Spiel gefreut, aber ein wenig Spannung war natürlich für die Zuschauer auch dabei. Ich war relativ früh drin, weil ich sehr früh involviert war. Ich war direkt wieder on fire. Es ist blöder, wenn man nichts zu tun hat und dann muss man irgendwann in der zweiten Halbzeit kalt etwas machen. Das 3:1 war komplett unnötig. Das war ein ähnlicher Ball wie gegen Dortmund. Da hat ein wenig die Mannbindung gefehlt, obwohl wir in der Box numerisch überlegen waren. Wenn wir das wegverteidigen, kann das auch ein Zu-null-Spiel werden. Aber so ist es halt im Fußball.

Jamal Musiala:

Nach dem dritten Tor waren wir ein paar Minuten lang nicht ganz mit dem Kopf da. Wir müssen in so einem Spiel die ganze Zeit zu einhundert Prozent da sein, da der Gegner sonst die Tore schießt. Ich versuche immer, mein Bestes zu geben und der Mannschaft zu helfen. Wir wollen die zwei Spiele jetzt noch gewinnen, um vor der Weltmeisterschaft so gut wie möglich in der Bundesliga dazustehen. Wir können nicht auf andere Teams schauen, sondern müssen unsere Spiele gewinnen.“

Es war übrigens wettbewerbsübergreifend im 22. Saisonspiel das erste Spiel der Bayern, welches sie nur mit einem Tor Unterschied gewannen. 17 Siege – 4 Unentschieden – 1 Niederlage – 74:19 Tore. Auch wenn der Sieg absolut in Ordnung ging, zitterte man als Bayernfan dem Schlusspfiff entgegen. Die Stuttgarter und Dortmunder Ausgleichstreffer in der (späten) Nachspielzeit waren noch in den Hinterköpfen.

Meist souveräne, häufig aber auch spektakuläre Bayern:

In der Hälfte der Spiele (11), spielten die Bayern zu Null, satte achtmal (36%) erzielte man dabei 5 und mehr Tore. Aber wenn man schon einmal ein Gegentor kassierte, dann folgte häufig (sechsmal) ein zweites …

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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