1. WM-Spieltag: Die Favoriten – Deutschland das „ineffektivste Team“ – FIFA-Mafia

Mit dem 2:0-Sieg des Topfavoriten auf den WM-Titel Brasilien gegen tapfer kämpfende aber spielerisch erschreckend limitierte Serben haben nun alle WM-Teilnehmer ihre Visitenkarte abgegeben. Das Spielniveau ist bislang für eine WM mittelmäßig, es gab standesgemäße Favoritensiege, aber auch zwei große Überraschungen. Das deutsche Team hat sich aus vielerlei Gründen schon jetzt für den Titel „tragischstes Team“ der WM beworben – teils selbstverschuldet, größtenteils aber auch als Opfer.

WM-Teilnehmer des FC Bayern

Verletzungen, Pleiten – es läuft nicht gut für die FCB-Spieler bei der WM – FC Bayern Total

Deutschland – das „ineffektivste Team“ aller Mannschaften am 1. Spieltag

Die deutsche 1:2-Niederlage gegen Japan war wirklich eine ganz bittere. Unerwartet, und wenn man das gesamte Spiel betrachtet absolut unverdient und nach dem Spiel teilweise mit einer Häme und Menschenverachtung kommentiert, die man nicht einmal seinem schlimmsten Feind wünschen würde.

Dabei zählte gerade die 1. deutsche Halbzeit zu den besten Leistungen aller WM-Teilnehmer. Nach ein paar Problemen, Schrecksekunden in den ersten drei Minuten war es Dominanz pur gegen Japan. Deutschland war dabei immer auf der Hut vor den schnellen japanischen Kontern, deswegen auch der bedächtige Spielaufbau gegen extrem tief stehende extrem destruktive Asiaten. Bis zur Halbzeit 14:1 Schüsse, 82% Ballbesitz – aber leider nur eine 1:0-Führung.

In den 15 Minuten nach der Halbzeitpause dann nicht mehr ganz so viel Dominanz, dafür eine Menge an Riesenchancen zum 2:0, 3:0. Pech beim Pfostenschuss von Ilkay Gündogan in bester Schussposition, Jamal Musiala dribbelt ganz Japan schwindelig, verzieht dann leider, ein paar falsche Entscheidungen bei Schuss anstelle von Querpass.

Und in der Schlussviertelstunde die brutalen Fehler der (Innen-)Verteidigung.

So beendeten die Deutschen das Spiel mit 74% Ballbesitz, 26:12 Schüssen, davon 9:4 auf das gegnerische Tor (Gündogans Pfostenschuss zählt in den Statistiken übrigens zu den Schüssen neben das Tor). Keine andere Mannschaft hatte mehr Schüsse aufzuweisen, dahinter Frankreich mit 23, Kanada(!) und Brasilien 22. Lediglich Spanien hatte einen höheren Ballbesitz – 82% gegen erschreckend schwache Costa Ricaner – 17:0(Null!) Schüsse, davon 8:0 aufs Tor – bei einem Endresultat von 7:0 eine unfassbare Effektivität.

Während gerade der spanischen Mannschaft in Halbzeit 2 alles gelang, klebte den Deutschen das Pech an den Füßen. Die Bayernfans werden sich dabei mit Grausen an die „Ergebniskrise“ im September erinnern. Dann kam eine zunehmende Verunsicherung dazu, wohlwissend, dass die Innenverteidigerpositionen neben der Sturmspitze zu den großen Schwachstellen im Team zählen.

Die „Gewinner“ des 1. Spieltags

Natürlich sind als erstes die Japaner aber auch die Saudis zu nennen. Diese besiegten in einer Partie, welche erstaunliche Parallelen zum Deutschland-Spiel aufwies – 0:1 Halbzeitrückstand per Elfmeter in ein 2:1 umgewandelt – den haushohen Favoriten Argentinien. Beide Teams werden aber im weiteren Turnierverlauf sicherlich keine große Rolle spielen.

Souveräne Favoritensiege gab es für England (6:2 gegen den Iran), Frankreich (4:1 gegen Australien) und vor allem Spanien. Die Gegner war jedoch kein wirklicher Maßstab, zum Teil erschreckend schwach.

Die Holländer setzten sich spät und durchaus glücklich mit 2:0 gegen den Senegal durch. Brasilien beherrschte nach einer bescheidenen 1. Halbzeit Serbien nach der Pause fast nach Belieben.

A propos Effektivität: Es gab am 1. Spieltag elf Sieger (bei fünf Unentschieden). Lediglich sechs davon gaben mehr Schüsse als das besiegte Team ab. Darunter natürlich England, Frankreich, Spanien und Brasilien. Portugal (gegen Ghana) und Ecuador (gegen Katar) gaben nur zwei bzw. einen Schuss mehr als der Gegner ab. Portugal benötigte zusätzlich einen fast schon lächerlich anmutenden Foulelfmeter an CR7, um gegen Ghana auf die Siegesstraße zu gelangen. Gute Nacht VAR – CR7 ließ sich diese Chance natürlich nicht entgehen.

Brasilien Topfavorit – Europa dominiert

Trotz des fatalen Ausrutschers der Deutschen ist Europa bislang der dominierende Kontinent bei der WM. Die Statistiken:

Europa: 13 Teilnehmer / 7 Siege – 4 Unentschieden – 2 Niederlagen – 26:10 Tore / Punkteschnitt 1,92

Südamerika: 4 / 2 – 1 – 1 – 5:2 / 1,75

Asien: 6 / 2 – 1 – 3 – 7:14 / 1,17)*

Nord-/Mittelamerika: 4 / 0 – 2 – 2 – 1:9 / 0,50

Afrika: 5 / 0 – 2 – 3 – 2:6 / 0,40

)* Australien spielt auf eigenen Wunsch die WM-Qualifikation in Asien und wird daher diesem Kontinent zugerechnet.

Die FIFA missbraucht schamlos ihre Macht(befugnisse)

Hierüber könnte man schon jetzt einen Roman schreiben. Der Jubel war groß, als man Ende 2015 endlich den Stuhl des unsäglichen FIFA-Bosses Sepp Blatter abgesägt hat. Die Ernüchterung ist nun umso schlimmer: Sein Nachfolger Gianni Infantino übertrifft ihn in Korruption und Machtgier um ein Vielfaches.

Großen Teilen der Fußballwelt – Afrika, Asien, Südamerika, selbst Ost- und Südeuropa – scheint sein mafiöses Handeln sch***egal zu sein. Die West- und Nordeuropäer ticken ein bisschen anders, werden ziemlich alleine gelassen.

Ob man bei einer WM, die vor 12 Jahren an das völlig falsche Land vergeben worden ist, mit allem Nachdruck für unsere Werte wie Toleranz kämpfen muss, mag angesichts der allgemeinen weltpolitischen Situation fragwürdig erscheinen. Trotzdem ist es eine gute ehrenwerte Sache. Unsere Gesellschaft – das zeigt die WM ganz eindeutig – ist darüber tief zerstritten. Und all dies wurde / wird auf dem Rücken der deutschen Nationalspieler ausgetragen. Die Scheinheiligkeit vieler (Sport-)Journalisten ist dabei unerträglich: Man fordert von den deutschen Fußballern höchste Bereitschaft zu einem politischen Engagement, gleichzeitig aber eine hundertprozentig konzentrierte Vorbereitung auf das Turnier. Am besten soll dieses Team, welches zudem auf einigen Positionen (s.o.) Schwachstellen hat, noch den WM-Titel für Fußball-Deutschland holen, für ein Land, in welchem manche „Fans“ derart albern sind, dass sie sich in den sozialen Netzwerken dafür feiern, die WM nicht zu schauen.

Deutsche Perspektive

FC Bayern Total hofft, dass die sieben Bayernspieler (Leroy, sei bitte fit!) die Nationalmannschaft gegen Spanien mitreißen. FC Bayern Deutschland gegen Barca Spanien – müsste eigentlich machbar sein! 😉

Und mal ganz unter uns: Ein WM-Titel der Deutschen 2022 gegen (fast) alle – die FIFA, die eigenen „Fans“ und Medien – hätte Ähnlichkeiten zu 1954. Niemand glaubt an uns, wir gegen alle!

Deutsche Gestik – international honoriert

Die international von der freien Welt gefeierte Geste der Deutschen vor dem verlorenen Spiel gegen Japan war stark: witzig, humorvoll – und durchaus auch mutig: Hat doch die FIFA nach dem Spiel tatsächlich stundenlang beraten, ob selbst diese harmlose Geste zu sanktionieren ist.

Titelbild: Japanische Fußballfans ahmen die Geste der deutschen Spieler nach. In den sozialen Medien fälschlicherweise und in völliger peinlicher Unwissenheit als weltweites Veralbern der Deutschen dargestellt. Nein, Freunde der Sonne, die Japaner, so auch ihre Fans, ticken ganz anders als (hämische) Deutsche: Dies ist eine Geste des Respekts für die deutschen Spieler. Andere Länder, andere (gute) Sitten!

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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