„Sommer-Theater im Winter“: Wann kommt das „unmoralische Angebot“ des FCB?

Es ist das derzeit alles beherrschende Thema, wenn es um den FC Bayern geht: Seit Manuel Neuers fatalem Skiunfall vor einem Monat, der zu seinem Saison-Aus führte, sucht der Verein einen Ersatz für ihn – und hat ihn im Grunde genommen längst gefunden. Es ist nicht die eigentlich logische Lösung mit dem bei AS Monaco geparkten Alexander Nübel, es ist der Schweizer Nationaltorhüter Yann Sommer, dessen Vertrag im Sommer in Gladbach ausläuft. Sein Profil, vor allem seine spielerische Klasse, passt bestens zum FCB und er selbst möchte auch unbedingt nach München wechseln.

Am Samstag schoben die Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach jedoch diesem Transfer scheinbar einen Riegel vor: Der FCB hätte keine Chance, der Yann müsse bleiben! Siehe dazu auch

Basta?! Fährt Gladbach bei Sommer die bayerische „Lewandowski-Strategie“? – FC Bayern Total

Dass dies tatsächlich nichts Endgültiges, sondern viel eher taktischer Natur war, sollte jedem sofort klar gewesen sein. Im Profifußball geht es nicht zuletzt um Geld, um viel Geld. Laut übereinstimmenden Medieninformation hätte der FC Bayern der Borussia bislang lediglich vier Millionen EURO geboten. Dies ist dieser in ihrer vermeintlich guten Verhandlungsposition – die Bayern brauchen einen zweiten gestandenen Profitorhüter – natürlich (viel) zu wenig. Es wird gemunkelt, dass man in Gladbach bei einem unmoralischen bayerischen Angebot schwach werden würde. Und dieses würde bei einer Verdopplung der Summe, nämlich bei ACHT Millionen EURO liegen.

FC Bayern Total meint: Das ist natürlich eine Menge Geld für einen 34-jährigen Torwart, dessen Vertrag im Sommer auslaufen würde, trotzdem aber alternativlos. Auch ein erfahrener Torwart muss sich mit einer Weltklasseabwehr einspielen. Je früher der Yann in München aufschlägt, umso besser für Nagelsmann & Co! Was bringt ein jetziges Zaudern, wenn man die Ablösesumme vielleicht um eine, zwei Millionen drücken würde (vielleicht aber auch gar nicht!), wenn dadurch die sportlichen Ziele gefährdet würden?

Also: Liebe Verantwortliche des FCB, bitte schnell diese Kröte schlucken!

An die vielen Ulle Ulle Ulle Sven Ulreich Fans gerichtet, die gleichzeitig der Meinung sind, dass man auch einem am Freitag 20 Jahre jung werdenden Johannes Schenk das Vertrauen als zweiter Torwart schenken 😉 sollte:

Sorry, aber das ist naiv, sehr naiv. Allein mit Blick auf die Verletzungshistorie aller FCB-Keeper der letzten Jahre, von der U19, den Amateuren bis zu den Profis.

Der Fanliebling Ulreich ist vielleicht sogar fähig, eine passable Nr. 1 abzugeben. Aber – auch wenn Julian Nagelsmann das zuletzt auf der PK wohl bewusst anders dargestellt hat: Der Ball am Fuß ist definitiv nicht Ulles Freund. Aber genau diese Art von Keeper brauchen seine Mitspieler, sie sind es von Manuel Neuer seit vielen Jahren gewohnt. Yann Sommer kann das. Wohl nicht so gut wie Neuer in seinen besten Tagen, aber das kann kein Torhüter auf der ganzen Welt!

Zu Johannes Schenk: Was passiert, wenn Ulreich tatsächlich auch noch ausfallen sollte? Und im Rückspiel gegen PSG oder im Viertelfinale der Champions League passieren dem Johannes ein, zwei Patzer, die dem FCB das Weiterkommen verwehren? Das könnte beim dann 20-Jährigen einen frühen Karriereknick bedeuten, von dem er sich nie wieder erholen könnte. Bislang hat er als Empfehlung ganze 16 Spiele in der viertklassigen(!) Regionalliga Bayern aufzuweisen.

Der FCB benötigt ein unmoralisches Angebot – und zwar schnellstmöglich!

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

9 Kommentare zu „„Sommer-Theater im Winter“: Wann kommt das „unmoralische Angebot“ des FCB?

  1. Stimm i dir da zu 100 Prozent zu – wenn wir jetzt da die 4 mio sparen wollen, frag ich mich echt, ob das nicht komplett Sparen am falschen Fleck warad

  2. Auch ich gebe Dir recht, damit es bestimmt andere Möglichkeiten, dieFührung sagt das ein Torwart gebraucht wird, dann sollen sie halt einen holen.

  3. Da geb ich dir auch recht, die Führung sagt, wir brauchen ei en Torwart, dann sollen sie ihn doch holen, da gibt es andere Möglichkeiten zum sparen

  4. Man wird auch bei einem anderen Verein keinen Torhüter finden, der ohne Ablöse nach München wechselt. So gesehen wird es teuer werden.

    Ist die Alternative Nübel wirklich erledigt? Wenn er jetzt nicht zu Bayern will, warum soll er dann in einem halben Jahr die Qualität haben? Will er jetzt nicht, sollte Bayern versuchen, ihn zu verkaufen.

    1. Wenn Nübel JETZT nicht WILL, braucht / wird er im Sommer auch nicht (mehr) kommen …. Siehe die Beiträge hierzu auf der Seite 😉

  5. Man wird auch bei einem anderen Verein keinen Torhüter finden, der ohne Ablöse nach München wechselt. So gesehen wird es teuer werden.

    Ist die Alternative Nübel wirklich erledigt? Wenn er jetzt nicht zu Bayern will, warum soll er dann in einem halben Jahr die Qualität haben? Will er jetzt nicht, sollte Bayern versuchen, ihn zu verkaufen.

  6. Hier auf fcbayertotal wird ja gerne in die Historie geblickt.

    In der Chaossaison 1991/1992 gab es auch schon ein Torwartproblem (Ausfälle von Aumann und Scheuer). Bayern (d.h. U. Hoeness) erdachten eine kreative Lösung und reaktivierten Toni Schumacher, der garade in der Türkei seine Karriere beendet hatte.

    So eine Lösung wäre auch jetzt möglich. Ein Konkurrenzkampf zwischen Ulreich und – z.B. – Gianluigi Buffon, inzwischen 44 Lenze alt und Nr. 1 des Serie-B-Teams Parma ..

    Was ich damit sagen will. .. Warum nicht auf den bisherigen zweiten Torwart setzen und eine „neue Nr. 2“ suchen .. ?

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