Tuchel und Mannschaft stellen sich schützend vor Musiala

Am Dienstagabend direkt nach dem bitteren Pokalausscheiden gegen den SC Freiburg schien Jamal Musiala untröstlich. Ausgerechnet der 20-jährigen Edeltechniker hatte den spielentscheidenden Handelfmeter in der Nachspielzeit etwas ungeschickt verursacht. Sein neuer Trainer Thomas Tuchel monierte später auch sinngemäß, dass man schlichtweg im heutigen Fußball so nicht in eine Abwehraktion im Strafraum gehen darf. Speziell die Münchner Boulevardpresse schlachtete daraufhin die Situation nahezu brutal auf dem Rücken von Jamal und Tuchel aus. Dieser hätte ihn haupt- bzw. alleinverantwortlich für das Pokalausscheiden gemacht.

Glücklicherweise gibt es im Profifußball regelmäßige Pressekonferenzen, auf welchen man so einen Unsinn schnell zurechtrücken kann. So auch Thomas Tuchel heute: “Jamal ist ein schlauer Junge, den Fehler hat er selbst erkannt. Es war aber nicht nur sein Fehler, es war eine Verkettung von Fehlern vor dem Elfmeter. Die Kabine ist tiptop, da war jeder bereit zu helfen. Es war in den Tagen nach der Niederlage kein Thema. Jamal hat anschließend gut trainiert.”

Wären gewisse Medien nicht nur geil auf Click-bringende Überschriften, sondern würden sie ihren Job seriös machen, dann hätten sie schon vor dieser PK berichten können, dass Tuchel schon am Dienstagabend genau dasselbe zu dieser Aktion gesagt hat. Nur um der Presse einen Gefallen zu tun, würde der durchaus einfühlsame Coach sicher nie einen 20-jährigen Spieler über die Klinge springen lassen.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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